2 Hühner haben "vorgestern" endlich gefunden"

Sorry, Hanni! Ich habe das Stück nicht gesehen, aber deine Schilderung ähnelt doch sehr dem Lied „zwei Hühner auf dem Weg nach Vorgestern", das Reinhard Mey schon 1974 geschrieben hat. Es lohnt sich, es mal zu hören oder den Text (unten auszugsweise) mal ganz zu lesen. Wahrscheinlich bin ich aber nur ein Kulturbanause und gehöre nicht zu jenen Experten:

(Zitat Anfang) "Und jeder, der bis dahin folgen kann, und der sich mit Bildung auskennt,
Der schätzt am zweiten Akt vor allen Dingen das gesellschaftskritische Moment"

„Zwei Hühner auf dem Weg nach Vorgestern“, so steht es reißerisch auf dem Programm,
Modernes Schauspiel von Alfons Yondraschek, und inszeniert ist es von Moro Schlamm.
Und Yondraschek ist dem geneigten Theaterkenner wohl bestens bekannt,
Wird er doch gern zu Recht der Meister des irrealen Parasymbolismus genannt.

Da hebt sich zögernd schon der Vorhang, das Bühnenbild zeigt „Nirgendwo“.
Der Schauplatz ist bedrückend leer, das bleibt noch gut zwanzig Minuten so,
Doch dann erscheint gleichsam dämonisch, in jähem Wechsel des Rampenlichts,
Ein Mime halblinks auf der Bühne, und dann passiert lange Zeit nichts.
Dann ruft er: „Ha! Wo steckt denn der Verräter?“ Übrigens, der Held ist selbstverständlich nackt.
Die Frage lastet bleischwer auf dem Publikum, und damit endet der erste Akt.
...
Und jeder, der bis dahin folgen kann und der bislang auch noch nicht pennt,
Der ist entweder nicht ganz klar im Kopf oder Theaterkassenabonnent.
( Zitat Ende) © 2015 Universal Music GmbH
http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/zwei-hühner-auf-dem-weg-nach-vorgestern

Die Franzosen – Krzysztof Warlikowski

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11397:die-franzosen-krzysztof-warlikowski-geht-bei-der-ruhrtriennale-mit-marcel-proust-auf-die-suche-nach-der-verlorenen-zeit&catid=38:die-nachtkritik-k&Itemid=40

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