Unsere Datenschutzrichtlinien haben sich geändert. Die aktuelle Version finden Sie hier

We have updated our privacy terms. Please review the current version here

Diese Website nutzt Cookies um Inhalte zu personalisieren, Zugriffe zu analysieren und Dir ein optimales Nutzungserlebnis zu ermöglichen. mehr erfahren

This website uses cookies to personalize contents, track site usage and ensure you get the best experience on our website. learn more

Alastair Reynolds - Unendlichkeit.

Die Waliserin Jo Walton ist nicht nur eine mit Awards überhäufte Bestsellerautorin, sondern auch ein leidenschaftlicher Fantasy- und Science-Fiction-Fan. Von ihr stammt das in dem grandiosen Buch “What Makes This Book So Great” beschriebene, mit System und viel Einsicht betriebene “Wiederlesen” früherer Lieblingsbücher, die schon lange Staub angesetzt haben in der heimischen Bibliothek. Mit dem heutigen SUB (für Uneingeweihte: Stapel Ungelesener Bücher), den jeder Leser und Genrefan in kleinerer oder größerer Dimension besitzt, kommt man aufgrund des ständigen schlechten Gewissens ja kaum mit dem Lesen der im Impuls stapelweise in Amazonien oder im Buchgeschäft angeschafften Werke nach – frühere Lieblingsbücher haben da im Regelfall das Nachsehen. Es tut aber wirklich gut, die Jagd nach der neuesten literarischen Sensation einmal bewußt zurückzustellen und sich mit Bedacht einem der alten Schätzchen zu widmen. Ich habe lange nachgedacht und mich dann für meinen früheren Lieblingsautor Alastair Reynolds und “Unendlichkeit”, den ersten Teil der inzwischen (rechnet man die Kurzgeschichtensammlung dazu) auf 6 Bände angewachsenen Serie Revelation Space entschieden. Oft kann es bei so einem Experiment ja passieren, dass die frühere Begeisterung einfach nicht wiederkommen will, weil man sich verändert hat, reifer wurde, quasi weitergewandert ist mit seiner “Lesepersönlichkeit” – oder, und das ist mir zum Glück gerade passiert, man ist (glücklicherweise erneut) auf Gold gestoßen. Habe ich nämlich in meiner früheren, fast hermetisch zu nennenden Zeit als Science-Fiction-Leser Alastair Reynolds (zufällig ebenfalls Waliser) zwar irrsinnig gemocht, fällt mir jetzt, wo ich neben Science Fiction so viele andere Genres lese (die es damals noch nicht in so einer scharfen Ausprägung gegeben hat) auf, wie komplex und eigentlich fast wahnwitzig die Gedankengänge sind, die der Roman “Unendlichkeit” bei mir auslöst. Komplexer Stoff, an dem man sich vielleicht manchmal die Zähne ausbeißen mag, der andererseits aber mein Nerdhirn so wunderbar anregt, wie ich das so furchtbar gerne habe!. Ein bisschen lesen und dann wieder nachdenken und abschweifen, schwelgen in den verrücktesten Zukunftskonzepten – das hat schon lange kein Roman mehr so bewirkt bei mir wie “Unendlichkeit” von Alastair Reynolds.

Wiederentdeckung