Angst: Zu wenig Erdbeersauce zum Käsekuchen?

Angst vor dem Terror, Angst vor der Klimaerwärmung, Angst vor der Islamisierung, Angst vor Europa oder seinem Ende, Angst vor dem Ölpreis, Angst vor dem Fremden, Angst vor einem Ruck nach Rechts, Angst vor der Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen, Angst auf den Weihnachtsmarkt zu gehen:

Angst ist das Unwort des Jahres.

Des Deutschen Angst war omnipräsent im Jahr 2015 und wurde viel zu wichtig genommen. Es geht um gefühlte, subjektive Angst, die durch das Unbekannte und nicht Definierbare entsteht. Der Deutsche beugt vor und verzichtet auf Vergnügen um das Risiko zu vermeiden. Doch die Vermeidung des Risikos führt nicht zu dessen Verhinderung. Das Gefühl der Angst wurde instrumentalisiert. Zum Beispiel durch die Medien. Das führte im Jahr 2015 zur umsatzgetriebenen, medialen Monotonie. Dabei realisiert sich diese Angst im Alltag des Einzelnen nicht. Hier herrscht individuell eher die Angst vor persönlichem Scheitern oder materieller Verluste.

Was sagt uns das für das Jahr 2016?

Wir brauchen mehr Erdbeersauce zum Käsekuchen! Danke!

MEIN (UN-)WORT DES JAHRES