Unsere Datenschutzrichtlinien haben sich geändert. Die aktuelle Version finden Sie hier

We have updated our privacy terms. Please review the current version here

Diese Website nutzt Cookies um Inhalte zu personalisieren, Zugriffe zu analysieren und Dir ein optimales Nutzungserlebnis zu ermöglichen. mehr erfahren

This website uses cookies to personalize contents, track site usage and ensure you get the best experience on our website. learn more

Chillen mit Sachbüchern.

Als Vielleser konsumiere ich einfach alles, was geht. Horror, Krimis, Historische Romane, Fantasy, Science Fiction, Postmoderne Literatur, Superhelden-Comics, Lustige Taschenbücher. Bunt muss es sein, flashig, spannend und meinen unruhigen Geist so schnell wie möglich ins Lala-Land transportieren. Dabei kann man aber nicht nur die Trash-Kultur in all ihren Facetten umarmen, sondern auch was lernen – ihr wisst schon: die alten grauen Zellen in Wallung bringen, Grenzen erweitern, ein neues Bewusstsein kreieren, kurz gesagt “gescheiter werden”. Dafür gibt es die von mir in gewissen Phasen heißgeliebten “Sachbücher”. Da sind wir im Genre der oft gescholtenen Populärwissenschaft. Mir hat eine Mathematikerin einmal erklärt, dass populärwissenschaftliche Bücher sowieso verbrannt oder verboten gehörten, weil sie uns Laien mit Halbwissen füttern würden, mit Fakten, die wir sowieso gar nicht richtig verstehen könnten. Ihre Schimpftirade bezog sich einerseits auf die Autoren dieser Machwerke, die ja in dem Versuch der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowieso nur alles verfälschen würden und zum anderen darauf, dass wir Normalos von der Wissenschaft gar nix wissen müssten; wir sollten quasi einfach mit unserem stumpfen Leben weitermachen und von den Früchten der in unserer Unkenntnis erbrachten wissenschaftlichen Leistungen profitieren.
Diese Ansicht (die sicher nicht repräsentativ ist) gemahnt an schreckliche Ansichten wie jene von H. G. Wells, einem der geistigen Gründerväter der “Neuen Weltordnung”, der in zahlreichen Schriften postulierte, dass das Wissen über Technik und Wissenschaft ausschließlich der “Elite” vorbehalten bleiben sollte (Ähnliche Meinungen vertrat übrigens auch der in meiner Heimat noch immer unglaublich populäre Heimatdichter Peter Rosegger, der vehement gegen den Schulbesuch von Bauernkindern war). Man will und wird ja auch kein neuer Einstein oder Hawking werden, nur weil man als Laie die zahllosen Bücher von Harald Lesch liest (oder seine Videos auf Youtube anguckt). aber ich bin doch einfach echt dankbar dafür, dass es jemanden gibt, der sich die Mühe macht, mir abstrakte Zusammenhänge zu erklären und mir so einen Anteil am Staunen über die Komplexität unserer Schöpfung ermöglicht. Dafür werde ich Autoren wie Brian Greene, Michio Kaku und wie sie alle heißen, immer verehren.

Lesen

http://derbuchfanatiker.org