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Cthulhu Lives!

Es ist nach wie vor erstaunlich: Da transformiert im ersten Viertel des vorigen Jahrhunderts ein kränklicher Nerd seine aberwitzigen Horrorfantasien zu einer Handvoll Geschichten, die zu seinen Lebzeiten nur in billigen Pulpheftchen veröffentlicht werden, und schafft auf diese unaufregende Weise einen Mythos der so gewaltig ist, dass ihm heute noch Millionen von Fans auf der ganzen Welt huldigen. Dass der Cthulhu-Mythos von H. P. Lovecraft auch heute noch so alive and well ist, verdankt er mit grosser Sicherheit nicht nur der versteckten, epischen Symbolkraft in den Werken des Meisters, sondern auch der liebevollen Pflege und Aufzucht aka Weiterschreibung zuerst durch den Lovecraft- (Brief)-Freundeskreis und dann immer wieder durch begabte Horror-Schriftsteller wie Ramsey Campbell oder Brian Lumley,, die sich über die Jahrzehnte immer wieder mit Cthulhu und den anderen grossen Alten beschäftigt und diuese zum Thema für diverse Romanzyklen gemacht haben. Nicht zu vergessen die ausgezeichneten Rollenspiele, die mit ihren strikten Vorgaben auch zu einer wahren Mythos-Fundgrube auch für Nichtspieler geworden sind. Und heute? Der Mythos blüht weiter, immer wieder erreichen uns fantastische Anthologien, angeführt von prominenten Namen wie Neil Gaiman oder Ross E. Lockhart, mit Beiträgen jüngerer Megatalente von Charles Stross bis Tim Curran. Streitbare Historiker wie S. T. Joshi haben Lovecraft nach jedem denkbaren wissenschaftlichen Aspekt durchleuchtet und ihren Standpunkt in (teils) langatmigen Wälzern klargemacht. Auch das Comicgenre hat sich natürlich immer wieder mit dem Meister beschäftigt, mit dem Neonomicon hat da erst vor einiger Zeit einer der erlauchtesten Künstler des Genres, Alan Moore, wieder für einen absoluten Höhepunkt gesorgt.

Cthulhu, H.P. Lovecraft