Dan Familiar

Ich will mal meinen alten Kollegen hier pluggen. Der ist nun endlich unter die Bob Dylans gegangen. Wenn man mich fragt nur eine konsequente und logische Entwicklung, denn vom Metal und Punk führen, wie ein jedes Kind weiß, alle Wege stets unweigerlich ins Singer-Songwritertum. Oder man verbringt sein Restleben damit normal zu werden, um sich dann schließlich gewöhnlich ins kalte Grab zu legen. Aber nicht so Dan! Der haut solo in die Saiten, wenn er nicht gerade für die Thrash Metaller "Speedwhore" das Schlagzeug zerknüppelt…, und macht dass es regnet. Und zwar in die Herzen der suizidalen Hörerschaft.

Ich war ja anfangs skeptisch. Kann er das? Bringt er das? Mittlerweile hab ich ihn schon live erlebt. Er kann's und bringt's!

Für mich ist es die perfekte Sonntagsmucke. Gerade dann, wenn Rigor Mortis langsam in die Glieder eines praktisch gewesenen Wochenendes kriecht und das schwarze Herz Trost sucht im Angesicht einer neuen Arbeitswoche, da hört man am besten dreckigen  Punk, rauen Country Blues oder gleich DAN FAMILIAR!

Der reudige emotionale Gesang erzählt trunken von der Liebe und von Friedhöfen, nicht selten von der Liebe auf Friedhöfen und schmeißt mit Ohrmaden nur so um sich. Die Songs hängen einem nach.

Dans versoffener Slang mag anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, aber diese liebenswerte Eigenart geht schnell ins Blut und ist einfach angemessen heruntergekommen, sie möbliert die morbiden Landschaften auf recht stimmige Weise wie ich finde. Punk im Folkspelz.

Da der Künstler ein alter Kumpel von mir ist versteht es sich von selbst, dass diese Zeilen hier absolut objektiv sind und auf gar keinen Fall unter irgendeinem Einfluss entstanden. Roh, nackt und absolut wahr sind sie!

Dan kann gebucht werden, ist unkompliziert und trinkt gerne literweise kostenlosen Absinth…

Ich lege den Zaunpfahl mal hierhin. Ich hoffe das ist okay.

Punk, Country, , Blues, Singer-Songwriter

https://youtu.be/KTmDWr7Tk4o

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