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Das Finstere Tal

Düsterer Rachewestern aus Österreich, mit Österreichern in Österreich. Es funktioniert ausgesprochen gut. Das mag man nicht gleich vermuten und auch ich brauchte erst einigen Zuspruch aus allen möglichen Richtungen. Aber bereut habe ich es letztlich ganz und gar nicht. Die Story verinnerlicht man schnell, so verliert sie kein bisschen von ihrer Wirkkraft. Man begreift recht zeitig wohin der Hase läuft und woher der eisige Wind der Vergeltung weht. Es wird nicht direkt alles aufs Tablett gelegt, aber die Dinge sind offensichtlich genug und das fördert Spannung und dichte Atmosphäre in diesem Fall. Bei Racheplots ist das ungemein wichtig. Rache ist ein süßes Gift, es will bei Licht genossen werden. Zu große Rätselhaftigkeit wäre da nur kontraproduktiv. Der Plot ist also simpel aber gut und nicht unnötig kompliziert. Die Darsteller sind überzeugend und überwiegend mit passenden Visagen gesegnet. Aussehen tut der Film auch noch unglaublich toll. Nicht selten drohte mein Kinn mit meinem Brustbein zu verwachsen, so nachdrücklich weigerte sich mein Unterkiefer wieder in den Default-Zustand zurückzukehren. Und natürlich, weil das ein Western ist, fehlt ein bleihaltiger Showdown ebensowenig. Schön blutig und fies. Okay, Österreich ist ja quasi schon Italien. In bester Spaghettiwestern-Tradition wird hier also knöcheltief durch Blut, Dreck und menschliche Abgründe gewatet. Ein toll inszenierter, packend düsterer Western ist das, der den besten seiner klassischen Vorbilder in nichts nachsteht. Empfehlung!

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