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Das Problem an Gratisaktionen.

Natürlich fordert das digitale Buch Widerspruch gleich aus mehreren Richtungen hervor - von den Ewiggestrigen zum Beispiel, die einen Verfall der Sitten sehen und nicht verstehen wollen, daß man ein Buch digital genauso gerne lesen kann wie analog - weder ist der traditionelle Buchhandel bedroht (wie das Weihnachtsgeschäft 2014 wieder ausreichend demonstriert hat) noch ist ein allgemeiner Verfall der Buchkultur allgemein zu bemerken - das digitale Buch ist einfach eine Bereicherung. Was die Preisgestaltung digitaler Releases betrifft kann man natürlich diskutieren ( ich zum Beispiel habe bereits vor längerer Zeit begonnen, meine Ebooks hauptsächlich in englischer Originalsprache statt in deutscher Übersetzung zu lesen, weil diese oftmals nicht gut ist, und die englischen Ebooks um mehr als die Hälfte billiger ist als die deutschen Pendants). Auf der Seite eines der grössten Ebook-Anbieter bekommt man Ebooks auch oftmals gratis. Solche Gratisaktionen allerdings sind, so toll sie auch sind, ein Fall für sich: Sie fördern nämlich die schlechtesten Eigenschaften im Menschen heraus. Was ich damit meine? Die Tendenz von uns, alles was “kostenlos” ist, zu bunkern, ohne Sinn und Verstand. Mein Schlüsselerlebnis dazu war vor einigen Jahren der öffentliche Abverkauf des Bestands einer öffentlichen Bibliothek in meiner Heimatstadt - nichts Böses ahnend, begab ich mich in das entsprechende Zelt, in dem die Bücher um 50 Cent abverkauft und teilweise auch gratis hergeschenkt wurden - und fand mich in einem unglaublich bizarren Chaos wieder - Da waren Menschen, die sich anbrüllten, sich gegenseitig Bücher aus den Händen rissen, sich von den Ständen wegstießen, ihre Beutestücke in Koffer warfen, nur um mehr abzusahnen als der andere. Ein Erlebnis, welches dem Kulturpessimisten und Misanthropen in mir lange Zeit reichlich Nahrung gab.

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