Das arge Noah Prinzip

Flme über Probleme frustrierter Filmemacher gehören bekanntlich zum Langweiligsten, was die Leinwand bieten kann. Ob da der gerne als Woody Allen 2.0 gefeierte Indie-Filmer Noah Baumbach („Frances Ha“) mehr bieten kann als die berüchtigte Nabelschau der selbstgefälligen Art? Von wegen! Dem flotten Tempo zu Beginn geht mangels Ideen bald die dramaturgische Luft aus, die anfänglich federleicht vergnügliche Situationskomik weicht zunehmend reichlich bemühten Pointen, die allzu breit ausgewalzt werden. Eine spirituelle Reinigungskur durch Erbrechen etwa zieht sich so endlos wie die langatmige Rede des berühmten Schwiegervaters. Die dünne Story holpert seltsam orientierungslos dahin und wärmt die immergleichen Konflikte lustlos auf, entsprechend schwach fällt die Entwicklung der Figuren aus. In dieser Endlosschleife langweilt das coole Getue von Hipster-Darsteller Adam Driver bald so sehr wie das Midlife-Crisis-Gehampel von Ben Stiller. Im Dezember präsentiert Baumbach mit der Rom-Com „Mistress America“ bereits seinen nächsten Kinostreich – gleichfalls kein so ganz unbelastetes Genre...

Gefühlt Mitte Zwanzig

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