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Das neue Musikdenken

Danke für die Antwort auf meinen Beitrag, SanSan. Ich sehe das jedoch ein weing anders als Du. Ich möchte nicht eine ganze Generation über einen Kamm scheren, aber beziehe mich mit diesem Beitrag auf die, von Dir genannte, "junge Generation". Ich unterstelle Dir einfach mal, dass Du ebenfalls damit nicht die ganze Generation meinst, sondern das als Vereinfachung so dargestellt hast. Jeder sollte denke ich wissen, worum es im Kern der Sache geht.
Deine Kernaussage ist, dass eben viele junge Menschen keinen Wert mehr auf eine CD legen. Dabei würde ich sogar soweit gehen und meinen, dass die "junge Generation" nicht nur keinen Wert auf CDs sondern schlicht keinen Wert auf Musik legt.
Musik ist in unserer Gesellschaft vielfach lediglich zu einem Konsumgut verkommen, ohne sich dabei Gedanken über das Werk an sich zu machen. Höchstens machen diese Menschen sich noch Gedanken über den Künstler, etwa wieviel Kleidung die Sängerin auf ihrem nächsten Instagram Foto wohl noch anhaben wird und ob man endlich mal einen Por... - Ihr wisst worauf ich hinaus will. Die Musik selbst rückt dabei in den Hintergund, das erkenne ich auch daran, dass ich in Gesprächen zum Thema Musik oft zu hören bekomme, dass der Künstler doch so gute Musik macht und man dies an der Chartplatzierung erkennen könne. Und dabei außer acht gelassen wird, dass dies an den (geschummelten) Verkaufszahlen festgemacht wird. Diese Zahlen beziehen sich auch auf die Downloads. Wobei die Konzerne eben ihre eigene Musik kaufen um die Künstler zu pushen.
Jemand der sagt, er höre jede Musik, hat meines Erachtens nach keinen wirklich eigenen Musikgeschmack und sich daher mit der Materie Musik auch noch niemals wirklich auseinander gesetzt. Wie kann man auch von jemandem, wie diesem erwarten die Musik zu kaufen, noch dazu als physischen Träger, der im Regal verstaubt. So etwas wie ein Gefühl für diese Musik existiert in diesen Köpfen nicht.

Ein großer Teil der jungen Menschen betrachtet Musik einfach nur noch als etwas, dass ablenkt und so nebenbei läuft. Oder einfach als Partymacher und Trinkbegleiter. Ich finde das sehr traurig und doch ist es eine Entwicklung, die ich akzeptieren muss. Ich respektiere auch die Meinung der "Musikverachter", wie ich diese Menschen und auch die "Künstler", die einen großen Teil zu der Entwicklung beitragen, bezeichne. Jedem so wie er es gerne mag, aber bitte immer reflektiert und nicht nach kostenfreier Musik für alle schreiend. Es kursiert oft die Meinung, dass der Künstler mit Konzerten so viel verdient, dass die Musik selbst verschenkt werden kann. Anders herum wird ein Schuh draus. Ein Konzert ist Werbung für die CD/Platte und diese pusht das Merchandise, mit dem dann das meiste Geld verdient wird - leider.

Und um ein Beispiel zu nennen, dass nicht nur die "junge Generation" einen bedauernswerten Bezug zu Musik hat: Einer meiner Arbeitskollegen, 40 Jahre alt, hat letztes Jahr all seine CDs in Mp3 ungewandelt und die CDs samt Hülle und allem weg geschmissen, da diese im Weg lagen.

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