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Dawn of an Evil Millennium.

Wenn man als verwöhnter Mensch, der seine Ebooks gerne direkt aufs Tablet herunterladet, plötzlich wieder einen sperrigen, teuren Klotz von Buch mit sich herumschleppt, welches man noch dazu nur beim Buchhändler des Vertrauens oder via Mail (!) beim Verlag selbst bestellen kann, muß es sich schon um ein ganz besonders, herausragendes Werk handeln, welches all diese Mühen lohnt. Und das ist es in der Tat, denn “Dawn of an Evil Millennium”, das Buch, von dem ich hier spreche, ist ein dermassen wichtiges Werk, daß ich zusätzlich noch dazu hier schamlos Werbung dafür betreibe. Fast 700 Seiten, vollgestopft mit erleuchtenden Artikeln zum Phänomen des “neuen” Horrorfilms, den die als “Fright Pack” bekannt gewordene Gruppe von Regisseuren ab dem Jahr 2000 vorantrieb und in gänzlich neue Bahnen lenkte - von neuen Härtegraden bis zu neuen Metaebenen hat sich hier soviel getan, das ein ordentlicher Diskurs darüber mal dringend nötig war. Denn ohne jemanden ans Bein pinkeln zu wollen, ist die Berichterstattung dazu seit Jahren unter aller jeder Sau - von der vollkommenen Unfähigkeit des Feuilletons, mit Genrestreifen von “Hostel” über verstörende Randerscheinungen wie Lars von Triers “Antichrist” bis zur blutigen Blockbuster-Abzocke a lá “Saw 3D” umzugehen, über das unkritische Fan-Geschreibsel im Internet bis zum speziell in Deutschland grassierenden Zensurwahn von offizieller Seite tut man sich schwer, zwischen in Österreich verkäuflichen “Unrated”-Editionen und illegalen Downloads seinen kritischen Weg zu finden - sowohl als Kinogänger und DVD-Käufer wie auch als Blogger, der darüber berichten möchte.
Zum Glück gibt es Ausnahmen, die ich hier bewußt einmal herausstellen möchte, wie der Wiener Christian Fuchs, dessen Beiträge auf der Homepage des österreichischen Radiosenders FM4 unverzichtbar sind, oder Sebastian Selig und Thomas Groh, deren Artikel man wahlweise in Magazinen wie Deadline oder Splatting Image finden kann. Letzterer ist übrigens auch mit einem Artikel in “Dawn of an evil Millenium” vertreten.
Filme sind zwar die Hauptsache in diesem Buch, es finden sich aber auch Auseinandersetzungen mit TV-Serien (“The Walking Dead” z.b.) Comics (”Hellblazer”) und auch Literatur (endlich einmal eine gescheite Auseinandersetzung mit Mark Z. Danielewskis Roman “House of Leaves”, der Referenz in Sachen postmoderner Sperrigkeit) und andere hochinteressante Artikel zu entdecken. Also: Absolute Kaufempfehlung!

Filmdiskurs