Unsere Datenschutzrichtlinien haben sich geändert. Die aktuelle Version finden Sie hier

We have updated our privacy terms. Please review the current version here

Diese Website nutzt Cookies um Inhalte zu personalisieren, Zugriffe zu analysieren und Dir ein optimales Nutzungserlebnis zu ermöglichen. mehr erfahren

This website uses cookies to personalize contents, track site usage and ensure you get the best experience on our website. learn more

Der Höllenjäger.

Ein deutscher Verleger (der sich selbst “Horrorpapst” nennt) hat in einem Interview in der neuen Ausgabe einer Genre-Zeitschrift wieder einmal angemerkt, dass deutschsprachige Autoren nicht so gut Geschichten erzählen könnten wie amerikanische Kollegen. Seine persönliche Meinung sei ihm natürlich unbenommen, nur entspringt diese Aussage wohl eher einer geschäftlichen Strategie als der Realität. Denn es hat natürlich einen Grund, warum immer mehr deutsche Verlage auf heimische Autoren setzen, und der ist sicher nicht in reiner Philantropie zu suchen - derzeit purzeln geniale, neue, junge Talente in Wahrnehmung des interessierten Lesers wie Tolkiens Zwerge in Bilbo Beutlins Wohnung. Genug der Polemik, man ist ja immer an deutschsprachigen Horror-Autoren interessiert, und ein solches “heimisches” Ausnahmetalent ist zum Beispiel Bernd Terentzen, besser bekannt unter seinem Pseudonym Des Romero. Der gute Mann veröffentlicht noch dazu im Romanheft-Genre, und da ist gute Qualität wirklich vonnöten - viel zu lange wurden wir schon mit x-ten Auflagen unzeitgemäßer und noch dazu grottenschlechter Erzeugnisse von John Sinclair bis Professor Zamorra gequält. Es gibt zum Glück ein paar Einzelkämpfer, die ohne grossen Verlag im Hintergrund fantastische Qualität im engen Rahmen des Heftromans abliefern und diesen dann (notwendigerweise) auch sprengen. Ich verweise hier auf die “Omen”-Reihe von Melchior von Wahnstein, dessen vor kurzem gestarteten “Morbus”-Ableger von Charly Blood und die augezeichnete “Super Pulp”-Reihe des Verlags Evolver Books. Terentzen hat bereits in jungen Jahren die Sehnsucht nach dem Schreiben eigener Romane gepackt; eine Leidenschaft, die letztendlich zum Diomedes Verlag und dessen Romanreihen “Der Höllenjäger” und “Black Jericho” geführt hat. Während letztere Serie eher die Splatter- und Gorefans begeistern dürfte, sind die Romane um “Höllenjäger” etwas ganz besonderes; Dan Brown meets H. P. Lovecraft wäre vielleicht eine (ganz grobe) Umschreibung, denn die Hintergrundgeschichte ist im wahrsten Sinn des Wortes galaktisch und wäre vom Umfang her vielleicht mit Asimovs “Foundation” zu vergleichen.

Heftroman