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Der Tod weint rote Tränen: Alles für die Kunst

Ein Mann kommt nach Hause, findet seine Wohnungstür verschlossen und seine Frau gar nicht erst vor. Es folgt die obsessive Suche durch sein wunderschön-verstörendes Brüsseler Jugendstil-Haus, welche die "Amer"-Regisseure Hélène Cattet und Bruno Forzani fragmentarisch und völlig handlungsfrei inszenieren. "Der Tod weint rote Tränen" weiß um seine Giallo-Vorbilder und zieht das komplette Arty-Farty-Register: Die blut- und brustlastige Szenerie steht Kopf, verzerrt, verbiegt und spiegelt sich, ganze Sequenzen verlaufen in schwarzweißen Standbildern. Die Totale gibt es quasi nicht, nur extreme Nahaufnahmen. Das ist manchmal audiovisuell brillant, meist aber schlicht nervtötend. Denn Cattet und Forzani nehmen keinerlei Rücksicht auf den Zuschauer, unterbrechen jede stimmungsvolle Szene abrupt mit grellem Weiß oder einer penetranten Türklingel. Trotz aller Kunst bleibt der Film seltsam gefühllos: Erotik ist nicht erotisch, der Tod nicht erschreckend. "Der Tod weint rote Tränen" ist ein Film, bei dem wenige gebannt sitzenbleiben – während viele entnervt den Kinosaal verlassen.

Der Tod weint rote Tränen

https://www.youtube.com/watch?v=92XrMduV4ww