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Diesseits von Eden

Kreischalarmauslöser Robert Pattinson will, wie schon mit seinen beiden Auftritten bei David Cronenberg, beweisen, dass mehr Potenzial in ihm steckt als der hübsche Blutsauger. Tatsächlich bewältigt er die Charakterrolle des ebenso ambitionierten wie sensiblen Fotografen mit lässiger Mühelosigkeit. Den naturgemäß höchst undankbare Part des James Dean übernimmt Dane DeHaan, der vor zwei Jahren mit Ex-Zauberlehring Radcliffe in „Kill Your Darlings“ vor der Kamera stand. Nicht nur optisch erinnert DeHaan an den jungen Leonardo DiCaprio in „Gilbert Grape“, auch dessen chronisches Gefühlschaos präsentiert er als unaufdringliche Mischung aus trotziger Arroganz und sensibler Schüchternheit. Mit seinem Biopic „Control“ über den „Joy Division“-Sänger Ian Curtis hat Star-Fotograf Anton Corbijn ein viel gelobtes Kinodebüt vorgelegt. Diesmal fällt seine Story konventioneller aus. Die vielfach kolportierte sexuelle Orientierung des Rebellen mit keiner Silbe auch nur anzudeuten, zeugt nicht unbedingt von Risikofreudigkeit. Als braves Bilderbuch bleibt „Life“ hinter dem Leben des jungen Wilden sichtlich zurück, derweil die etwas biedere Malen-nach-Zahlen-Dramaturgie kaum Erklärungen bietet, was Dean denn nun zu diesem überlebensgroßen Mythos werden ließ. Beim Look kann Corbijn indes punkten. Sei es mit der rundum gelungenen Retro-Atmosphäre der Ausstattung oder beim akribischen Nachstellen der berühmten Fotografien. Das visuelle Vergnügen sowie die beiden leinwandpräsenten Akteure machen das Biopic trotz inhaltlicher Macken zur sehenswerten Unterhaltung.

Life

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