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Einfach loslassen, wenn die Welt zusammenbricht

Sieben Alben lang erzählten Coheed And Cambria die Geschichte des Ehepaars Coheed und Cambria Kilgannon. Zu Anfang hoch gehypt, verschwanden die Amis in den letzten Jahren aber vom Radar. Weil sich „The Color Before The Sun“ erstmals nicht mit der düsteren Sci-Fi-Saga beschäftigt und darüber hinaus viel Vorschusslorbeeren erhielt, bietet die Platte einen guten Grund für ein Wiederhören. Bandchef Claudio Sanchez verarbeitet auf ihr statt interstellarer Verwicklungen einschneidende Lebensereignisse wie Identitätskrise und Vaterschaft. Er ließ die Platte einfach passieren, wie Sanchez im Interview verriet: „Wenn die Welt in sich zusammenbricht, fühlt es sich gut an, einfach los und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Das ist das große Thema der Platte.“

Nach wenigen Takten schimmert das gewohnte Grundgerüst aus Neo-Prog und Alternative durch. Vielleicht ist es aber der weniger verkopften und durchgetakteten Herangehensweise geschuldet, dass „The Color Before The Sun“ nicht so frickelig erscheint wie seine Vorgänger. Die gewohnten Prog-Elemente sind vielerorts eingängigeren Songstrukturen gewichen, die den neuen Songs einen fast poppigen Charakter verleihen. Nachhören kann man etwa bei „Island“, „Colors“ oder der ersten Single „You Got Spirit, Kid“. Weiterhin prägt Sanchez' hohe Stimme maßgeblich die Musik, sein Organ muss man natürlich mögen, um einen Zugang zu finden. Wem das gelingt, wird mit einer Platte aus dem weiten Feld zwischen Emo, Prog und Power-Pop belohnt, der man mit großem Gewinn lauschen kann.

Coheed And Cambria

http://www.teamrock.com/features/2015-10-08/why-isn-t-coheed-and-cambria-s-new-album-about-space