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Einführung in das Phänomen der Spukerscheinungen.

In letzter Zeit habe ich so viele Bücher von und über Geisterjäger gelesen, langsam quillt mein Hirn über. Vieles von den Behauptungen diverser sog. "Ghost Hunter"-Truppen ist ja eher als hysterischer Blödsinn oder vorsätzliche Täuschung zu vernachlässigen, hin und wieder findet man aber auch glaubhafte und spannende Berichte. Immerhin hat sich jetzt für mich schön langsam eine Kategorisierung bzw. Klassifikation verschiedener Spuk- oder Geistererscheinungen ergeben, die ich nachfolgend wiedergeben möchte, ohne über das “Warum” zu diskutieren. Ich habe mich bemüht, die aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum stammenden Bezeichnungen so weit wie möglich sinnvoll durch deutsche Begriffe zu ersetzen. Grundsätzlich wird von Geisterjägern bei der Spukbesetzung einer Lokalität zwischen “Restspuk” und der “aktiven” Geistererscheinung unterschieden. Dieser Unterschied ist wichtig und wird von unerfahrenen Akteuren meistens nicht erkannt. Dabei sind fast 90 Prozent aller Geistererscheinungen “Restspuk”: Dieser besteht aus einem energetischen Abdruck, der durch ein einmaliges Erlebnis (starke Emotionen) oder über längere Zeitdauer (langfristig ausgeführte, immer gleiche Tätigkeit) entstanden ist. Man kann sich so einen Abdruck wie einen geloopten Filmschnipsel oder ein Hologramm vorstellen, welches sich aktiviert, wenn es zum Beispiel in dem neuen Bewohner eines Hauses oder dem neuen Besitzer eines Gegenstandes entsprechende Resonanz findet. Solcher Restspuk mag Furcht auslösen, ist aber als nicht schadhaft (in jeglichem Sinne) einzuschätzen. Der Geisterjäger kann ihn zwar aufspüren, da aber jedoch keine Entität mit einer Botschaft oder einem ungelösten Problem dahintersteckt, ist auch keine aktive Einflussnahme möglich. Solche Restspuk-Phänomene verschwinden innerhalb einer von uns unmessbaren Zeitspanne von selbst oder bleiben auch einfach bestehen - Privatpersonen können sich, entsprechende Aufgeschlossenheit vorausgesetzt, damit abfinden oder sich daran gewöhnen - im touristischen Bereich (z.b. in England) ist der Fortbestand solcher Phänomene ja absolut erwünscht. Der Fall einer “aktiven” Spukerscheinung hingegen ist äußerst selten, aber natürlich von Zeit zu Zeit zu beobachten. Hier stellt sich grundsätzlich die Frage, wie eine solche “Geistererscheinung” wahrzunehmen ist; denn die von urbanen Legenden genährte Auffassung, dabei würde man einen Geist mit den Augen sehen erweist sich bei genauerer Betrachtung der einzelnen Fälle fast immer als unwahr. Eine solche Geisterscheinung ist, wenn überhaupt, im direkten Kontakt eher über andere Sinne wahrzunehmen, man hört Geräusche, riecht ungewöhnliche Düfte - meistens aber “spürt” man eine geisterhafte Präsenz eher, als das man sie sieht (Ausnahmen wie das Phänomen der “Shadow People”, die aus den Augenwinkeln heraus wahrnehmbar sind, fallen nicht unbedingt unter das Spukparadigma und werden hier an anderer Stelle ausführlicher behandelt werden). Selbst die so gefürchteten “Poltergeistphänomene” zeigen ja selbst im direkten Erleben keinen “Geist”, sondern bloß die Ergebnisse seines Wirkens.Hat der Geisterjäger mittels technischer Hilfsmittel (meist ein EMF-Meter, der sprunghafte Veränderungen im elektromagnetischen Feld anzeigt) einen aktiven Geist entdeckt, muss nun eine medial begabte Person mit der Erscheinung in Kontakt treten und deren Ansinnen herausfinden - mittels eines telepathischen “Gesprächs”, eines Kontaktes über das “geistige Auge” oder rein intuitiv durch das Erspüren diverser Schwingungen. Nach der Evaluation der Botschaften des Geistes kann nun das Medium (während der für den technischen Teil der Untersuchung zuständige Teil des Teams mit der Dokumentation und Auswertung der Phänomene beschäftigt ist) mit der Auflösung der erfahrenen Probleme und damit auch des Spukphänomens an sich beginnen. "Nämlich die Geisterscheinung stellt sich dar, völlig wie eine Körpererscheinung: sie ist jedoch keine, und soll es auch nicht seyn. Diese Unterscheidung ist schwer und verlangt Sachkenntniß, ja philosophisches und physiologisches Wissen. Denn es kommt darauf an, zu begreifen, daß eine Einwirkung gleich der von einem Körper nicht nothwendig die Anwesenheit eines Körpers voraussetze." (Arthur Schopenhauer: "Über das Geistersehn und was damit zusammenhängt" aus "Parerga und Parapolimena", 1891)

Geister und Spukphänomene