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Ewige Britpop-Hooligans sträuben sich weiter gegen Reunion

„Es ist ziemlich egal, was jemand der sich Paul nennt, über eine mögliche Oasis-Reunion denkt. I’don’t give a fuck“, soll Noel Gallagher bei einem kürzlichen Auftritt auf dem Latitude Festival gesagt haben. Jemand, der sich Paul nennt. He he. Wer würde sich so etwas trauen, wenn nicht einer, der den Namen Gallagher trägt?
Ach ja, diese Gallaghers. Was haben sich die Randalebrüder nicht schon alles erlaubt. Noel und Liam haben immer auf alles geschissen und grundsätzlich niemanden respektiert - weder den jeweils anderen, noch andere Band- oder Familienmitglieder, die Presse oder irgendwelche Beatles. Davon kündeten zumindest in der Vergangenheit haufenweise öffentliche Verbalentgleisungen (gegen Journalisten, das eigene Publikum, Stars wie Robbie Williams u.v.a.), Exzesse, Schlägereien (u.a. auf einer Fähre Richtung Amsterdam, in einer Münchner Karaokebar und im Tonstudio, wo Noel und Liam sich gegenseitig mit Cricketschlägern versohlten), lebenslange Flugverbote bei diversen Airlines und viele andere schnapsgetränkte Skandale.
Ja, für viele sind sie nur zwei rüpelhafte Großmäuler mit miesen Frisuren, die sich in den 90ern selbst zu den einzig legitimen Nachfolgern der Beatles hochstilisiert haben und denen man nachts im Pub - zumindest damals - nicht unbedingt begegnen wollte. Aber man muss ihnen doch zugute halten: Sie haben sich nie angebiedert oder eingeschleimt, die rohen Herzen immer auf den spitzen Zungen getragen. Die Gebrüder Gallagher sind vielleicht die letzten Punks des British Empire, und sie sind sich immer treu geblieben. Und der Unterhaltungswert ihrer schnoddrigen Eskapaden ist nach wie vor recht hoch, wenn es auch natürlich lange nicht mehr so schön wild und handgreiflich zugeht wie in den guten, alten Oasis-Zeiten.
Manchmal stelle ich mir vor, wie wohl so ein Weihnachten bei den Gallaghers aussieht. Wahrscheinlich sitzen sie friedlich zusammen unterm Tannenbaum, besaufen sich mit Eggnog, prügeln sich nach der Bescherung im elterlichen Garten und plotten danach ihr gemeinsames Comeback, auf das ja dank der öffentlichen Anfeindungen alle so höllisch gespannt sind.
Ob aber die von jemandem, der sich Paul nennt, heiß ersehnte Reunion wirklich so wünschenswert ist? Ob sie zusammen jemals wieder so großartige Musik machen könnten wie damals, damals, damals? Unsterbliche Hymnen abliefern wie „Don't Look Back In Anger“, „Champagne Supernova“ und „Stop Crying Your Heart Out“? Hm. Herr McCartney, vielleicht solltest du lieber nicht weiter drängeln, nicht nur deinen morschen Knochen zuliebe^^

Noel Gallagher disst Paul McCartney

http://www.rollingstone.de/noel-gallagher-mir-ist-egal-was-paul-mccartney-ueber-oasis-denkt-805207/