Gebt den Kindern die Schuld!

"Wenn du nicht aufisst, gibt es morgen kein schönes Wetter." "Du isst nicht auf und in Afrika müssen Menschen hungern." So erklingt es morgens, mittags und abends aus den Mündern diverser Eltern. Mindestens drei Mahlzeiten pro Tag sind in unserem Kulturkreis Standard. Aber auch nebenbei wird verzehrt und getrunken, was das Wirtschaftssystem hergibt.

Der gefühlte Anspruch, der daraus erwächst, geht allerdings weit über unsere Grundbedürfnisse hinaus. Es wird produziert und gezüchtet, was unser Planet, Chemie und Genetik möglich machen, um die Regale stets voll zu halten und dem Konsumenten etwas zu bieten, von dem er noch gar nicht wusste, dass er es braucht.

Die exzessive Nutzung der natürlichen Ressourcen, der Stoffwechsel unzähliger Zuchttiere und die Produkte der Industrie verändern die Zusammensetzung unserer Luft und unserer Meere nachhaltig. Der Klimawandel ist bestimmt nur eine der Folgen des Wirkens der Menschheit. Das Ökosystem passt sich den neuen Bedingungen an, aber offen bleiben die Fragen, ob es schnell genug passieren kann und ob es in diesem dann noch Platz für Menschen gibt.

So sollte es besser lauten: "Weil ich mehr gekauft habe, als wir brauchen, gibt es morgen kein schönes Wetter und auf der Welt verhungern Menschen."

Wegwerfgesellschaft

http://www.welt.de/wirtschaft/article141352923/Frankreich-verbietet-Wegwerfen-von-Lebensmitteln.html