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Gesang bitte großräumig umschreien

Stagnation beherrscht das harte Rockgeschäft. Schlagzeilen machen allenfalls alte Hasen wie Slayer oder Faith No More, von denen aber wohl niemand mehr musikalische Revolutionen erwartet. Da macht die neue Wortmeldung einer der beliebtesten Vorzeigebands aus der nachrückenden Generation doppelt neugierig: Wohin würden Parkway Drive ihren brachialen Metalcore-Sound auf dem neuen Album „Ire“ treiben? Zweifellos reizen die Australier sämtliche Aggregatzustände zwischen melodiös und auf-die-Mütze weiter aus, schalten insgesamt aber einen Gang zurück. Natürlich gibt es ein paar traditionelle Kopfnicker wie „Dying To Believe“ oder „The Sound Of Violence“ zu hören, die dick produziert und mit ihren Breakdowns und Uptempo-Passagen absolut Pit-kompatibel sind.

Spürbar liegen der Band aber melodiösere Songs wie „Vice Grip“, „Crushed“ oder „Writings On The Wall“ mehr am Herzen, mit denen sie ihren Stil aktiv aufbohrt und um neue Facetten zu erweitern versucht. Mehr als zuvor bedienen sich Parkway Drive bei klassischen Metal-Spielarten wie Melodic-Death-Metal oder 80er-Hardrock, da gibt es Bon-Jovi-Chöre ebenso zu hören wie melodische Soli, HipHop-Anleihen und bombastisch-balladeske Elemente. Dieser Flirt mit dem Mainstream funktioniert über weite Strecken ziemlich gut, wird aber Fans früherer Alben veschrecken. Eindrucksvoll belegt zudem die Ballade „A Deathless Song“, dass Sänger Winston McCall cleane Gesangspassagen großräumig umschreien sollte. Ansonsten Daumen hoch!

Parkway Drive: "Ire"