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Homophobe heile Housewelt

Der Aufschrei war groß, als Anfang Juni der House-Produzent Marijus Adomaitis aka Ten Walls über seine Facebook-Seite homophobe Äußerungen veröffentlichte. Ausgerechnet die Musikszene, die ihre Entstehung zum großen Teil der Gay-Community und einem afroamerikanischen Publikum in den 80ern zu verdanken hat, beherbergt Intoleranz gegenüber ihren Ursprüngen. Doch die Reaktionen, vom medienwirksamen Zerbrechen einer Ten Walls-Schallplatte bis zum empörten Posting unzähliger Provinz-DJs in den sozialen Netzwerken, haben etwas Scheinheiliges an sich. Als wäre die Clubkultur eine bessere Welt. Fort Romeau, ein britischer DJ und Produzent, der als Reaktion seine bevorstehenden Gigs mit Ten Walls gecancelt hat, bemerkt, dass es einfach sei, ein romantisches Bild der Szene zu zeichnen, aber tatsächlich diese auch nur den Zustand der gesamten Gesellschaft reflektiere. Homophobie, Sexismus, Rassismus, usw. sind sicher in der Clubkultur genau so vorhanden wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen, auch wenn sie dort vielleicht seltener zum Ausdruck kommen. Im Fall von Ten Walls war der Aufschrei groß, aber er scheint ohne Konsequenzen, über die für den Produzenten hinaus, verhallt zu sein.

Ten Walls

http://www.gaystarnews.com/article/walking-elephants-star-says-gays-are-another-breed-pedophiles040615/