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Langatmiger Trip

Ich kann mich nicht erinnern, schon mal einen schlechten Film mit Viggo Mortensen gesehen zu haben. Klar, so richtig schlecht ist dieser auch nicht. Aber ich hatte mir mehr versprochen von diesem leider etwas langatmigen Trip frei nach einer Geschichte von Albert Camus.
Mortensen spielt den gutmütigen Französischlehrer Daru, der 1954 zwischen die Fronten des Algerienkriegs gerät. Die Handlung ist in einem Satz zusammengefasst: Daru soll den wegen Mordes verurteilten Bauern Mohamed (Reda Kateb) über das algerische Atlasgebirge zur nächsten Polizeistation bringen.
Die Annäherung zwischen diesen beiden Vertretern der kriegführenden Kulturen fällt allerdings nur leidlich spannend aus. Zum einen, weil die Charaktere etwas konturlos gezeichnet sind - selbst der sonst so charismatische Mortensen schafft es nicht, seiner Figur interessante Facetten zu verleihen. Zum anderen, weil es bei dieser Annäherung keine Entwicklung, keine wirklichen Konflikte zu überwinden gibt. Man versteht sich eigentlich von Anfang an ganz gut, auch wenn man sich (und dem Zuschauer) letzten Endes nicht so viel zu sagen hat.
Auch das philosophisch-existenzialistische Moment wird nicht richtig greifbar. Am Ende kommt bei dieser Reise nicht viel mehr an Erkenntnis heraus als die altbekannte Weisheit, dass der Krieg die Menschen korrumpiert - wenn auch nicht alle. Eine etwas magere Ausbeute. Da hilft es auch nicht viel, dass die Filmmusik von Nick Cave und Warren Ellis stammt.

Den Menschen so fern

https://www.youtube.com/watch?v=x5RsBQ0qffc