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Lass stecken

Geben wir es zu: Mit manchen Kolleginnen und Kollegen will man sich gar nicht unterhalten, aber natürlich ist man viel zu höflich, etwas zu sagen. Viel einfacher ist es, das Smartphone aus der Tasche zu ziehen und sich aus der Unterhaltung auszuklinken. Getreu nach Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren!

Was kommuniziere ich also, wenn ich an meinem Handyschirm klebe und nicht an der Unterhaltung partizipiere? Desinteresse an der Unterhaltung, da ich dem Gegenüber meine Aufmerksamkeit entziehe. Eigentlich ist das Handy nur ein verlängertes Teil meines Ego, denn hier dreht sich endlich alles nur um mich. Wer gibt meinem Status einen Daumen hoch und wie viele Herzen hab ich auf Instagram gesammelt? Kommt noch eine neue What's App Nachricht von der Familie? Vielleicht sollte ich auch endlich Twitter benutzen? Ich, ich, ich und wieder ich!

Das kann im Freundeskreis natürlich nicht gut ankommen. Als jemand, der im Einzelhandel arbeitet, kann ich ebenfalls sagen: Es kommt auch nicht gut an der Kasse an. Wenn ich Kundinnen und Kunden sehe, die eine Handy-Unterhaltung pflegen, während sie zur Kasse kommen, gehe ich demonstrativ weg. Tut mir leid, ich bin leider kein Self-Checkout.

Freundschaften und gesellschaftliche Beziehungen bestehen bekanntlich aus einem Du & Ich. Es geht darum, den Anderen anzuerkennen und sich auszutauschen. Da kann das Smartphone schon mal hinderlich sein, gerade wenn man sich auf engstem Raum zusammen findet. Deswegen gibt es bei mir nun neuerdings handyfreie Tage. An diesen Tagen lade ich meine Handy gar nicht erst auf, sondern lasse es daheim liegen. So wichtig kann man gar nicht sein, dass die ganze Welt sich ständig um einen drehen muss.

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