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Lesen im Bett

Das wär doch ein schönes Motto für den nächsten Sonntag, oder? Einfach im Bett bleiben und lesen. Überhaupt sind meine schönsten Kindheitserinnerungen, ich gebe das gerne zu, mit Lesen im Bett verknüpft. Gibt es irgendwo mehr Geborgenheit? Mehr Abenteuer, mehr Mysterium, mehr natürliches Staunen, Lernen, mehr Chancen, die Welt ( oder neue Welten) zu entdecken? Ich erinnere mich mit Wonne an einen Tag im Dezember zu der Zeit, als ich in die Volksschule ging (also in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre, hui) – ich hatte eine Stunde später Schule als sonst, es schneite wie verrückt und meine Mutter stellte mir, bevor sie zur Arbeit ging, den Heizlüfter ans Bett. Da hab ich dann, wohlig umspült von warmer Luft, meine damals heißgeliebten Silberpfeil- und Buffalo-Bill-Comics gelesen. Also nichts Besonderes, aber diese Stunde ist mir einfach im Gedächtnis geblieben. Oder sich schon am frühen Abend ins Bett legen – etwas, das kein Kind freiwillig tut – und beim Schein der Nachttischlampe eines der in der öffentlichen Bibliothek ausgeborgten Mark-Brandis-Bücher zu verschlingen. Niemals hat mich Science Fiction mehr bewegt als damals. Oder, ganz mystisch: in der Nacht heimlich mit Taschenlampe unter der Bettdecke lesen – immer mit einem Ohr darauf achtend, ob sich die Eltern anschleichen, um mich dabei zu erwischen. Damals hatte ich in der Buchhandlung die rororo Rocksession entdeckt, eine legendäre Buchreihe, die mir das kindliche Gehirn komplett neu verschaltete. Zum ersten Mal las ich da z.b. von toten Rockstars, den Mysterien darum, den Verschwörungstheorien. Das alles liegt so lange zurück und beeinflusst mich heute noch. Ich glaub, ich muss sofort wieder ins Bett, lesen.

Lesen

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