Magie im 21. Jahrhundert.

Wo steht die Magie im 21. Jahrhundert? Einerseits gibt es nach wie vor die Zeremonialmagie mit ihren ausführlichen (und in ihrem Paradigma auch sinnvollen) Ritualen, andererseits erfreuen sich moderne, weltoffene Magiesysteme wie die die Chaosmagie immer grösserer Beliebtheit. Die Chaosmagie, entwickelt von einem Engländer namens Peter Carroll, mit ihrem erfrischend respektlosen Umgang mit dem „magischen Erbe“, ist dabei höchst sympathisch. Für entsprechende Systeme wird ausgewählt, was Spaß macht, da finden sich Elemente aus Terry Pratchetts “Scheibenwelt”-Romanen wie auch Symbole, die von den Fantasy-Werken Michael Moorcocks inspiriert sind; da findet der absurde Witz der Marx-Brothers ebenso seinen Platz wie das verrückte Universum des “Illuminatus!”-Erfinders Robert Anton Wilson. Das wichtigste Element der Chaosmagie ist der sogenannte „Paradigmenwechsel“, ein grundsätzliches Element chaosmagischer Beschwörungen: Magiemodelle werden (auch oder gerade wenn sie als unvereinbar gelten) je nach Lust und Laune verwendet – der Magier gestattet sich, für die Zeit des Rituals fest an das dahinterstehende Paradigma zu glauben; in diesem Sinne wären dann natürlich auch die großen Rituale der Zeremonialmagie durchführbar. Die “Illuminaten von Thanateros”, (falls dieser Begriff einmal jemandem unterkommt) wurden von Pete Carroll 1978 gegründet und fungieren heute als Quasi-Ordensvereinigung aller Chaosmagier.

Chaosmagie

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