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Matthew Herbert "The Music"

„The sound of Samantha Cameron rubbing suncream into David Cameron’s back on holiday in Ibiza“ – wie klingt das wohl? Matthew Herbert jedenfalls hat es mit seiner anstehenden Veröffentlichung „The Music“ wieder geschafft sich selbst zu übertreffen. Er ist von jeher ein Paradiesvogel in der elektronischen Musiklandschaft. Seit 1995 veröffentlicht er Musik von den Rändern des Clubs und clubferne Musik. Techno unter seinem „Wishmountain“ Pseudonym, House als „Herbert“, diverse Konzeptalben, z.B. ein Album aus Geräuschen eines Schweins („One Pig“), ein Album aus dem Geräusch einer Bombenexplosion („The End of Silence“), usw. Er lieferte eine super Boiler Room Ausgabe aus dem Schallarchiv der British Library, er komponiert Filmmusik, erstellt Manifeste, arbeitet für das Theater, Radio usw. Und nun schreibt Matthew Herbert ein neues Album, und das ist wörtlich zu nehmen, denn das neue Album ist ein Buch. Ein Text, der genau die Musik des Albums beschreibt ohne sie jedoch umzusetzen. „The book is a description of a record that he will never make“. Laut Matthew Herbert könne Musik inzwischen durch technische Mittel (Sampler, Aufnahmegeräte, Computer) aus jeglicher Soundquelle entstehen und mit seinem Text will er dieser Entwicklung Rechnung tragen. Er radikalisiert diese sogar, indem er noch hinter die Tonquelle zurück geht und die Musik nur noch symbolisiert. Auch die Präsentation des Projekts ist durch eine extravagante Crowdfunding-Aktion bemerkenswert. Gegen die Zahlung von 250 Pfund liest Matthew Herbert ein Kapitel seines Buches an einem gewählten Ort persönlich vor. Für 1000 Pfund und Zusendung von Sounds produziert er einen Track für den/die Geldgeber/-in. Matthew Herbert, der höchst intelligente, politische, humorvolle und selbstreflektierte Musiker, hat es wieder geschafft, durch eine interessante Idee gerechtfertigterweise Aufmerksamkeit zu erregen. Ich bin gespannt, wie sich sein neues Album lesen lässt.

Matthew Herbert

https://unbound.co.uk/books/matthewherbert