Mortal Kombat X – zu Recht nicht auf dem Index

Jüngst hat das ultrabrutale Beat-em-up „Mortal Kombat X“ von der USK („Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle“) nach langer Wartezeit eine 18er-Freigabe erhalten. Für den Ottonormalo eine Scheißegal-Meldung, sprang so ziemlich jeder Zocker im Dreieck – denn beinahe jeder Teil der blutigen Prügelreihe, die 1992 in der Spielhalle das Licht der Gaming-Welt erblickte, ist entweder indiziert oder gar von der BPjM („Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“) beschlagnahmt. Und „Mortal Kombat X“ ist der mit Abstand heftigste – zumindest in puncto explizite Gewaltdarstellung. So kam die Entscheidung für viele in der Branche sehr überraschend. Sehr eigenartig allerdings: Während sich wohl die meisten Privatzocker vor Freude eingepinkelt haben, regten sich Journalisten eher auf: „Wieso ist gerade dieser doch so brutale Ableger zulässig?“ So wurde indirekt die Kompetenz der USK in Frage gestellt. Völlig unverständlich – denn so explizit „Mortal Kombat X“ auch ist, so völlig überzeichnet und klar auf Komik angelegt ist das Spiel. Jedes „Hitman Absolution“, in der Agent 47 realistisch animiert irgendeinem Koch in einer Gasse per Klavierseite erdrosselt, ist verstörender.

Mortal Kombat X

https://www.youtube.com/watch?v=6L27Q6ZFMPg