Nachbarn nerven nur!

„Ich bin anstrengend, oder?“ die Cello-Studentin Jessica ahnt schon, dass sie ihrem Freund auf die Nerven geht. Glotzt die Frau von nebenan nicht ständig durchs Fenster im Hinterhof in ihr Zimmer? Wohin ist ihr neues, kleines Kätzchen plötzlich verschwunden? Was wollen die Sargträger im Treppenhaus? Die Gereiztheit explodiert, als beim geselligen Abend der Name der Ex ihres Freundes fällt. Mit dem Billigbudget von 53.000 Euro (davon fast ein Viertel durch Crowdfunding finanziert) präsentiert Jungfilmer Jakob M. Erwa ein angenehm sorgfältig inszenierter Psychothriller, der in der beschränkten Kulisse einer Wohnung scheinbar mühelos enorme Spannung aufbaut. Suspense meets Paranoia - Hitchcock hätte sein perfides Vergnügen an diesem Nachbarschaftsstreit. Smarte Story. Plausible Figuren. Perfektes Timing. Überraschende Wendungen. Und natürlich spielfreudige Akteure. Esther Maria Pietsch gelingt der Spagat zwischen Ängstlichkeit, Ehrgeiz, Realitätsverlust und Aggression mit überzeugender Glaubwürdigkeit - selbst mit ihrem Cello-Kasten auf dem Buckel fällt sie nicht in die Klischeekiste.

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