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Review: Faith No More - Sol Invictus - Losgelöst von Zeitgeist, Trend oder Charterfolg

Derzeit erheben sich ja viele Totgeglaubte aus ihren Gräbern. Refused zum Beispiel, deren neues Album "Freedom" 17 Jahre auf sich warten ließ. Noch ein Jahr länger ließen Faith No More verstreichen, bevor sie ihre mittlerweile graumelierte Anhängerschaft mit neuer Musik beglückten. Ernsthaft war damit nicht mehr zu rechnen. Vor allem Sänger Mike Patton hatte aus seiner Abneigung gegen den Teufelskreis aus Auflösung, Reunion aus Geldnot und einer halbgaren Platte nie einen Hehl gemacht. "Sol Invictus", selbst produziert und herausgebracht, ist folgerichtig kein Album voll sicherer Hits, dafür aber von einer entspannten Gelassenheit durchzogen, die man im Rock momentan selten hört. Die Crossover-Pioniere musizieren, wie ihnen die Nase gewachsen ist, mischen Rock mit Balladen, zitieren Swing, Pop und Rap. Darüber beweist Patton mit virtuosem Singen, Krächzen und Brüllen, warum er als vielseitigster Sänger des Rock-Genres gilt. Wie die Fans die Platte finden, ist Faith No More hörbar egal. "Sol Invictus" ist ein Geschenk der Band an sich selber, losgelöst von Zeitgeist, Trends oder Charterfolg. Und gerade das ist ihr größtes Kapital.

Faith No More