Sarah Connor nimmt Flüchtlingsfamilie auf

Am Wochenende war es ja die große Schlagzeile: Sarah Connor hat bei sich zu Hause eine Flüchtlingsfamilie aufgenommen. Ich muß sagen, obwohl ich weder mit Sarah Connor noch mit ihrer Musik vorher etwas anfangen konnte, hat mich diese Aktion und der dazugehörige, auch bescheiden geschriebene Kommentar von Sarah Connor sehr beeindruckt. Dieser Tage ist „Flüchtlinge willkommen“ ja eine Aussage, mit dem sich viele Promis schmücken wollen, aber was tun sie wirklich für die Flüchtlinge außer reden, wenn überhaupt? Die meisten nicht viel, obwohl viele von ihnen aufgrund finanzieller Lage, mehreren Häusern usw. dazu durchaus in der Lage wären, im Gegensatz zu uns „Normalsterblichen“, die leider keine freie Einliegerwohnung haben, worin sie Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf geben könnten. Daß Sarah Connor auch nicht von sich aus an die Presse gegangen ist, um mit ihrer Wohltat zu hausieren, spricht überdies für ihren Charakter und die ehrlichen Motive, die sie mit der Aufnahme der Flüchtlingsfamilie aus Syrien verfolgt. Aber wer würde auch schon die ganzen Schwierigkeiten vor allem bürokratischer Art, die Sarah Connor in dem Kommentar beschreibt, auf sich nehmen, der nicht wirklich helfen will? Entsprechend kann ich nur sagen: Hut ab, Sarah Connor, sie sind dieser Tage ein Vorbild, von dem sich viele Prominente und auch Politiker dieses Landes eine Scheibe abschneiden könnten. Darauf, daß zum Beispiel eine „Mutti“ Angela Merkel selbst einen Flüchtling oder mehrere bei sich zu Hause beherbergen würde, könnten wir wohl lange warten, und z.B. der vorher verbal so engagierte Til Schweiger gab kürzlich bekannt, er könnte „aus Zeitgründen“ nicht vorstellen, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Daher um so mehr Respekt für Sarah Connors Mut, Engagement und Bodenständigkeit!

Flüchtlingsdebatte

http://www.zeit.de/2015/42/sarah-connor-hilft-fluechtlingsfamilie-syrien

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