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Selbstkritik vs. Selbstgefälligkeit

"Eigenlob stinkt!"

Diesen Spruch kennt wohl jeder, doch was ist der Grund, dass viele so denken? Auf der anderen Seite, kann es schnell in Selbstgefälligkeit ausatmen. Zumindest für unser Umfeld hat es schnell den Anschein, wir seien Selbstverliebt und würden uns selbst die Füße küssen.

Oft sieht man wie Leute auf Blogs, Facebook, Twitter oder Co ihre eigenen Beiträge liken? Was ist der Hintergrund? Ist es überhaupt notwendig das ich meinen eigenen Beitrag somit selbstgefällig pushe? Es wird ja wohl kaum ein Lob sein, ansich selbst. Eher ist es dann die Botschaft oder eine persönliche Meinung, die man aber aufgrund des Verbreiten sowie so schon würdigt. Warum also ist es überhaupt möglich seine Posts selbst zu bewerten? Auf einer Plattform bei der es darum geht andere zu erreichen, ergibt es einfach keinen Sinn. Es sei denn, man ist davon überzeugt es bleibt bei seiner eigenen Bewertung. Es ist nicht ganz leicht zu fassen dieses Theman und schwer zu differenzieren, wir haben das Lob in der Öffentlichkeit, zu uns selbst und zu anderen und zeitgleich im stillen auf unserer Gefühlsebene.

Wie stehen wir zu Selbstkritik und Eigenlob? Jeder von uns hat wohl schon mal ein Lob bekommen, wir fühlen uns bestätigt und wachsen mit diesem Lob. Gefüllt mit neuen Kräften ergibt sich ein völlig neuer Tatendrang. Das Selbstvertrauen wächst und wir trauen uns mehr zu. Aber warum loben wir uns auf Facebook oder Co? nicht aber im stillen, im inneren Selbst?

Es gibt wohl viele Gründe warum wir uns nicht selbst loben. Entweder wir haben nie Lob erfahren, weder durch unsere Eltern noch durch Schule, Freunde oder Bekannte. Oder wir sind so selbstkritisch, dass wir alles perfekt machen wollen und uns unser Lob aufsparen für den richtigen Zeitpunkt.
Lob ist ein erhabenes Gefühl und deshalb so wichtig für die menschlische Psyche. Wir sollten uns viel öfter Loben, dabei denke ich nicht nur daran sich selbst zu loben sondern auch andere. Sollten wir Angst davor haben, bei Eigenlob eingebildet zu werden, warum haben wir dann keine Angst davor, uns infolge von Selbstkritik minderwertig zu fühlen?

Wollen wir uns fair behandeln, dann müssen wir ein Gleichgewicht herstellen. Unsere inneren Selbstgespräche sind verantwortlich für unsere Gefühle. Wir haben es also in der Hand, ob wir uns mit uns wohl fühlen, quasi gerne für uns arbeiten, oder uns ablehnen. Beherschen wir es uns selbst zu loben, sind wir unabhänig von anderen. Es ist gar nicht so schwer sich selbst zu loben, es bedarf alleinig der Vorsicht nicht in Selbstgefälligkeit und somit in die Selbstverliebtheit zu verfallen. Nur weil wir uns aber selbst loben, werden wir nicht gleich zum Narzisst. Oft kommt es auch vor, dass wir andere eigentlich loben wollen, doch unser Selbstgefühl verwandelt es in Neid, da wir gerne genau so gut wären. Nur wer andere Lobt, kann auch damit rechnen, selbst Lob zu ernten. Wenn es dennoch nicht dazu kommen sollte, was haben wir verloren? Eigentlich nichts, im Gegenteil, wir haben einen Mitmenschen ein Stück glücklicher gemacht.

Nach meiner Meinung gehört es alleinig ins uns selbst, uns zu würdigen, Ein Lob eine Würdigung auf einer öffentlich Plattform, sieht aus wie Selbstgefälligkeit und Speichelleckerei an uns selbst. Wartet doch lieber, ob jemand euch lobt, bevor ihr dies selbst in die Hand nimmt. Wenn es nicht so ist, dann lobt euch im stillen, in eurer inneren Welt, dies ist dann auch ehrlich gemeint und weckt wahre Gefühle.

Eigenlob