The Social Network: Ein modernes Meisterwerk

Mein Lieblingsfilm „The Social Network“ aus dem Jahr 2010 erzählt die Geschichte der Entstehung und des rasanten Aufstiegs von Facebook. Im Fokus steht dabei nicht nur das bekannte Genie hinter dem größten sozialen Netzwerk, Mark Zuckerberg, sondern vor allem sein kaum bekannter Mitgründer Eduardo Severin. Warum dieser es nicht in die digitalen Geschichtsbücher geschafft hat, ist ein wesentlicher Bestandteil der Handlung, von der ich aber im Sinne aller, die den Film noch nicht gesehen haben, nicht zu viel vorweg nehmen möchte.
Im Film fängt Regisseur-Legende David Fincher wunderbare Stimmungen ein, vom Alltag der Elitestudenten auf dem winterlichen Harvard Campus bis hin zur Atmosphäre in einem Silicon Valley- Startup (irgendwo zwischen LAN-Party und Alkohol/Drogen-Exzess). Vor allem lebt der Film von den jungen Hauptdarstellern Jesse Eisenberg (Mark) und Andrew Garfield (Eduardo). Überraschend überzeugend tritt auch Justin Timberlake in seiner bis dahin größten Rolle als überheblich-neurotischer Napster-Erfinder Sean Parker in Erscheinung. Seit diesem Auftritt gehört er für mich definitiv zu den ernstzunehmenden Schauspielern in Hollywood. Genial gelöst wurde meiner Meinung nach der Umgang mit den Zeitsprüngen in der Geschichte. Von der ersten Version von „The Facebook“, die Mark mal eben in 2 Wochen Tag- und Nachtschicht runterprogrammiert, bis zur Feier der ersten Million Nutzer setzt sich der Plot aus Rückblenden zusammen, die aus den Gerichtsverhandlungen über die Urheberschaft von Facebook heraus erzählt werden. So fällt es einem leicht, die verworrenen Zusammenhänge der Gründungphase zu erfassen.
Im Netz gibt es übrigens verschiedene Meinungen über das Verhältnis von Wahrheit und Fiktion im Film. Mark Zuckerberg selbst soll jedenfalls mit vielen der Szenen nicht einverstanden gewesen sein und sogar versucht haben, die Veröffentlichung zu stoppen. Klar dürfte jedoch sein, dass die Geschichte an einigen Stellen zugunsten der Hollywood-Tauglichkeit angepasst und überdramatisiert wurde. Ich persönlich möchte gerne an die Darstellung des besessenen und kaltschnäuzigen Wunderkinds Mark Zuckerberg in „The Social Network“ glauben. In Wirklichkeit dürfte seine Geschichte aber wohl deutlich weniger actionreich abgelaufen sein.
Für mich stimmt an diesem Film jedenfalls alles: Eine der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten des 21. Jahrhunderts, sinnvoll ausgeschmückt und brilliant in Szene gesetzt von guten Schauspielern und einem genialen Regisseur.

LIEBLINGSFILME, The Social Network, Mark Zuckerberg, facebook

https://www.youtube.com/watch?v=lB95KLmpLR4

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