Umweltschutz ja - aber richtig und konsequent

Wir wohnen im Grünen, in einem Wasser- und Landschaftsschutzgebiet inmitten von Wald und landwirtschaftlich genutzten Feldern. Der nächste Nachbar ist 900m entfernt. Hier gibt es keinen Stadtwasseranschluss und auch keine Kanalisation.

Wir haben eine Kleinkläranlage (Dreikammersystem). Saubere Sache. Es wird uns natürlich von der Stadt vorgeschrieben, dass diese regelmäßig gewartet und entleert wird. Gut so. Jetzt sollen auch die Rohre zwischen Haus und Kläranlage auf Dichtheit geprüft werden. Das macht eine Spezialfirma mit einer Spezial-Kamera, die da eingeführt wird. Nicht billig. Aber im Sinne des Natur- und Wasserschutzes wichtig und sinnvoll. Wir wollen ja aus unserem Brunnen weiterhin sauberes Trinkwasser pumpen.

So weit, so gut.

Was mir allerdings stinkt (nicht nur wegen des Geruches) ist, dass der Bauer 8 - 10 mal im Jahr seine Gülle quasi vor unsere Haustür kippt. Sind diese Massen von Jauche etwa weniger schädlich für das Grundwasser (im Wasserschutzgebiet) als unser Abwasser, so es denn aus dem Rohr tröpfeln würde? Ich bin für Umweltschutz, aber bitte verbindlich für alle! Es kann nicht sein, dass die Lobbyisten einen so großen Einfluss haben, dass die Landwirtschaft sich nicht an daran halten muß. Das gilt auch für andere Themen des Umweltschutzes.

Umweltschutz