Unheimliche Erzählungen: Top 3

Wie viele andere Horrornerds auch verehre ich Lovecraft. Allerdings bin ich kein Cthulhu-Kultist, mir gefallen insgesamt eher die Erzählungen, die mit weniger Great-Old-Ones-Präsenz auskommen und mehr von ihrer Atmosphäre leben.
Hier also meine komplett subjektiven Top 3 Lovecraft-Stories, wobei die Reihenfolge je nach Stimmung variieren kann:
1. Die Farbe aus dem All. Wer hätte gedacht, dass eine FARBE (noch dazu eine, die man sich nicht mal vorstellen kann!!) derart verstörend sein kann? Nein, es ist nicht die mysteriöse Substanz aus dem Kosmos, die das kosmische Grauen erzeugt. Es ist das, was die Farbe mit allem Lebendigen macht... Seltsamer geht’s nicht, und ja: Man gruselt sich.
2. Träume im Hexenhaus. Nicht-euklidisch und weird. Auch unter den Top 3, weil das Hörbuch mir selbst mal ziemlich interessante Träume beschert hat, in Kombination mit um die 40 Fieber. Und dann ist da natürlich noch Brown Jenkin: eine Art Rattenmännlein mit menschlichem Gesicht. Auf sowas muss man erst mal kommen und sich dann auch noch trauen.
3. Das Ding auf der Schwelle. „Es ist wahr, dass ich meinem besten Freund sechs Kugeln durch den Kopf gejagt habe, und dennoch versuche ich mit dieser Aussage zu beweisen, dass nicht ich sein Mörder bin.“ – Der für mich mit legendärste Anfangssatz bei Lovecraft. Der Showdown mit unfassbar ekelhaftem DING zeigt dann noch mal, wie gut Lovecraft es eigentlich doch verstanden hat, das Unbeschreibliche zu beschreiben.
Bin gespannt auf Re-Comments.

Lovecraft

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