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Zahl der Flüchtlinge ist aus der Luft gegriffen

Sigmar Gabriel sprach von 500.000 Flüchtlingen für dieses Jahr. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier prescht sogar mit einer Zahl von 1 Mio. vor. Wer bietet mehr?

Das Bundesamt für Migration schätzt die Anzahl auf 800.000, gibt aber zu, dass dieses keine belastbare Prognose ist, es ist einfach mal auf Grund der Zahlen im Juli geschätzt worden. Dieser „Berechnung“ liegt allerdings eine neue Datenbasis zu Grunde: es werden nicht mehr die Asylanträge, sondern die Anzahl der registrierten Personen berücksichtigt. Es gibt keine statistischen Zahlen, die eine solche Hochrechnung seriös zulassen.

Bis Ende Juli wurden 218.000 Asylanträge gestellt und die Bundesregierung hat zusätzlich 90.000 Flüchtlinge ohne Asylantrag auf die Bundesländer verteilt. Das ergibt 308.000 für 7 Monate also 44.000 pro Monat. Es müssten also in den letzen 5 Monaten noch knapp 500.000 - 700.000 Flüchtlinge kommen, das sind 100.000 - 140.000 pro Monat, also gut 2-3x so viele wie bisher.

Warum diese überzogenen Prognosen? Es ist wohl ein Kampf darüber im Gange, wer für die Unterkünfte sorgen und bezahlen soll. Hier schieben sich EU-Staaten. Bundesländer und Kommunen gegenseitig die Verantwortung zu.

Diese Zahlen verunsichern die Menschen nur noch mehr. Zum einen gibt es zwar Freudesbekundungen, wie am Bahnhof in Dortmund. Aber es kann auch die Ängste und den Hass noch mehr schüren, so dass wir wohl noch mehr brennende Flüchtlingsunterkünfte sehen werden.

Flüchtlingsdebatte

http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/80/805921/wdr5politikum_2015-09-09_politikumvom09092015_wdr5.mp3