"alltägliche gewalt" und paranoia

dass es so weit kommen konnte, dass „flüchtling“ zum synonym für „gefahr“ werden konnte, liegt vornehmlich an leuten wie ihnen, herr broder, und den hetzverlagen, für die sie arbeiten.

angriffe mit macheten, äxten und anderen „barbarischen“ waffen hat es in diesem land zu jeder zeit immer mal wieder gegeben. jeder, der hin und wieder die bild bis zum ende liest (was sie ja sicher jeden morgen tun), kann das überprüfen. sowas steht halt nur nicht auf der titelseite, wenn es sich nicht zum politikum machen lässt. dass derartige vorfälle nun in zusammenhang mit der integrationsdebatte hochgekocht werden, hat nichts mit respekt gegenüber den angehörigen der opfer zu tun und bringt diesen - rein gar nichts.

das selbe gilt für sog. amokläufe. denken wir mal an emsdetten, winnenden usw., nach denen wir doch angeblich erkannt haben wollten, dass solche taten va. aus sozialer ausgrenzung heraus begangen werden. merken sie was?! vermutlich nicht.

ja, integration verursacht probleme, und die og. vorfälle sind als solche beunruhigend. von „alltag“ kann jedoch nach wie vor keine rede sein. das zu behaupten ist nicht nur falsch, sondern absolut fahrlässig in einem land, das sich derzeit in einem (tatsächich) gefährlichen politischen verwirrungszustand befindet.

herr broder, wenn sie wirklich solche angst verspüren, hören sie bitte dennoch auf, auch andere damit zu infizieren und ihre paranoia weiter unters volk zu bringen, denn das bringt uns hier nicht weiter. machen sie stattdessen doch mal urlaub, zum beispiel in syrien, israel oder auch mexiko, und unterziehen sie ihr bild von alltäglicher gewalt mal einem reality check. sie werden sich danach hier wieder sicherer fühlen, mit sicherheit.

Terrorismus, medienkritik

http://hd.welt.de/titelseite-edition/article157310466/Kollateralschaeden-der-Integration.html