auf dem rechten auge blind

etwas durchschaubare aktion heute, herr de maizière. kurz vor der wahl noch mal schnell ein paar stimmen am rechten rand fischen, was? G20 hat ihnen da ja stimmungstechnisch schon herrlich in die karten gespielt. denn hier haben wir gelernt: brennt erst des (oder eines anderen) deutschen neuwagen, sind ihm grundrechte wie presse- und versammlungsfreiheit oder das recht auf körperl. unversehrtheit scheiß egal.

da sollte die polizei doch mal ruhig alles niedergeknüppelt haben, was da auch nur irgendwie danach aussah, als hätte man ihm zutrauen können, diese unfassbar grausamen, materialverachtenden gewalttaten vielleicht begehen zu wollen. und natürlich ging man laut wutbürgers stimme auch mit der presse noch viel zu milde um, die da auf der falschen seite stand und die hemmungslose ausübung von "recht" durch dokumentation zu behindern drohte.

nun geht es also endlich los mit dem kampf gegen den „linken terror“, der die sicherheit in diesem land so massiv gefährdet. schalten wir erst mal ihre medien ab, wird sich schon keiner beschweren, denn schließlich brannten AUTOS. ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass das überhaupt einfach so geht, eine website zu verbieten und sofort vom netz zu nehmen. bei seiten mit rechtsradikalen inhalten wie dortmund-echo scheint es technisch oder moralisch irgendwie schwieriger zu sein.

starkes statement jedenfalls zur lichtenhagen-gedenkwoche, herr innenminister, und einmal mehr bewiesen: deutschland ist und bleibt auf dem rechten auge blind.

#linksunten-verbot, #indymedia, G20

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