Das Medienecho funktioniert sehr gut und schnell - aber ist das gut so?

Gestern Abend gegen 20.15 Uhr ereignete sich erneut ein schreckliches Attentat aus sehr wahrscheinlich terroristischem Motiv. Ein LKW rast in den Weihnachtsmarkts an der Gedächtniskirche in Berlins. 12 Tote und 48 weitere Personen werden zum Teil schwer verletzt - Schock und Schrecken bei fast Jedem der die Meldung zu hören oder lesen bekommt. Die Verbreitung der Schreckensmeldung über die Medien funktioniert super. Sie verbreitet sich rasend schnell über das Land bzw. über ganz Europa und die Welt, wenn man an die die Sondersendungen im TV, Radio und die brandaktuellen Meldungen bei Twitter, Facebook und Co denkt. Aber ist es nicht genau das, was Terroristen (ob nun Einzeltäter oder eine Organisation wie der IS) erreichen möchten? Ein großes Medienecho in sekundenschnelle sowie Angst und Schrecken! Genau das schaffen sie leider. Nun könnte man überlegen, ob es nicht besser sei ihnen den Triumph nicht zu geben und eben alle Meldungen und Berichte zumindest auf die wichtigsten Fakten einzudämmen. Aber das ist auch wiederum schwierig bis gar nicht möglich. Denn in unserem Land herrscht Pressefreiheit und natürlich müssen auf irgendeine Art und Weise die Menschen aktuell informiert und vielleicht auch gewarnt werden. Ich habe gestern Abend beim Durchschalten der TV-Programme tatsächlich lange drüber nachgedacht, ob es nicht doch irgendwie möglich sei, wenn schon irgendwelche Menschen sinnlos aufgrund eines sinnlosen und verbissenen Gedankengeflechts sterben müssen, dass man ihnen wenigstens nicht den "Medienerfolg" in Form von stundenlangen, hochspekulativen Sondersendungen gönnt... Natürlich darf das nicht per Diktat von "oben" passieren. Aber vielleicht machen sich die verantwortlichen Medienvertreter einfach mal Gedanken, wie viel sie zur landesweiten Verbreitung von Angst und Schrecken selbst beitragen und beitragen wollen.

#BerlinAttack, #Breitscheidplatz

http://www.focus.de/politik/deutschland/anschlag-in-berlin-im-live-ticker-berliner-polizei-glaubt-dass-verdaechtiger-nicht-der-todesfahrer-ist_id_6382228.html