Homo-Ehe - eine seltsame Debatte bei Anne Will

Die Debatte bei Anne Will am 30. Juni dieses Jahres gab Aufschluss darüber, wie gesellschaftsfähig die baldige Einführung einer Ehe für alle denn nun tatsächlich ist.

Besonders eine Gastrednerin fiel dabei besonders ins Auge. Sie zeichnete sich weder durch eine gute Gesprächsführung aus, noch durch eine vorbereitete argumentative Grundlage, sondern ausschließlich durch ihre Unbelehrbarkeit. Hedwig von Beverfoerde ist der Name dieses verzweifelten Geschöpfes. Sie trat einst aus der CDU aus, weil diese nicht mehr ihrem konservativen Ideal entsprach - nur um einmal ihre politische Prägung einzuordnen.

Im Anschluss organisierte sie in Zusammenarbeit mit Beatrix von Storch und der "Initiative Familienschutz" die "Demo für Alle". Ein Aktionsbündnis, welches sich gegen jede Frühsexualisierung und Analyse von unlauteren Praktiken während des Sexualkundeunterrichtes wehrt (Kleine Anmerkung des Urhebers dieses Kommentars: Ich habe mich - trotz eines recht frühen Sexualkundeunterrichtes- in meinem Leben entfalten können. Ich nehme die Sorge um mein schulisches Wohlbefinden jedoch wohlwollend zur Kenntnis.)

Es brauchte lediglich wenige Argumente um das armselige Gestammel der fleischgewordenen Moral zu entkräften. Während der restlichen Debatte begann sie lediglich auffällig nervös zu predigen, wie wichtig denn die eheliche Institution sei für eine Gesellschaft. Diese Aussage wechselte sich ab mit einer dystopischen Zukunftsvision, in welcher die Gesellschaft aufgrund einer geöffneten Ehe zusammenbricht.

Gesprächspartner Opperman stellte jedoch ganz richtig fest, dass die alternative Form der Ehe lediglich bei einem Bruchteil der Deutschen gebräuchlich werden würde und deshalb gar nicht unbedingt an den Grundfesten der Gesellschaft gerüttelt wird.

Warum nicht einfach mal den mutigen Schritt wagen, eine kleine Einschränkung der persönlichen Werte in Kauf zu nehmen, um die Lebensumstände und das Selbstwertgefühl einer kleinen gesellschaftlichen Gruppe zu verbessern. Gleiches würden wir auch verlangen, wenn uns etwas sehr am Herzen liegt.
Wir tragen als Gesellschaft Verantwortung füreinander, also sind wir wohl auch dazu befähigt einen Weg zu finden, in dem die individuelle Entfaltung einer Person gewährleistet werden kann!

Wenn mich etwas stört, nicht weil ich davon betroffen bin, oder weil ein tatsächlicher Schaden für Bevölkerung und Staat entsteht, sondern ausschließlich weil es meine Prinzipien verletzt. Dann ist es lohnenswert diese Prinzipien zumindest zu überprüfen. Prinzipien und Strukturen wurden nicht geschaffen um als seelisches Gefängnis zu dienen. Ihre Aufgabe ist es zu ordnen, zu regulieren und Chaos zu verhindern. Es ist wohl nurnoch eine Förmlichkeit, an dieser Stelle zu erwähnen, dass Homosexualität und die Eheschließung nicht den Zusammenbruch unserer Zivilisation beschleunigen.

Was von dieser Debatte bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack der Demagogie. Es will mir nicht so recht einleuchten, wie man so starr mit einem eigentlich so wertvollen Bund wie der Ehe umgehen kann, nur um vom eigenen Standpunkt nicht abrücken zu müssen. Doch am Ende stelle ich fest , was eigentlich bekannt sein sollte: Ehe muss man sich verdienen, sie ist ein Privileg. Verdient wird sie aber nicht durch das Geschlecht, sondern durch Treue, Liebe und Zuneigung

Öffnung der Ehe

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