ich kaufe Bio aus Überzeugung

Diese erwähnte „katastropahle Ernährungssituation“ der damaligen Kriegsgeneration hatte wohl damit zu tun, dass es weniger Nahrung gab als heute, die aber kaum chemiebelastet war. Da hat man automatisch Bio gegessen - es gab nichts anderes. Der heutige Überfluss und Mangel an Bewegung ist sicher der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich.

Die Aussage „Der Onkel ist 92“ oder „meine Freundin kauft alles Bio“ greift nicht. So ist auch das oft von Rauchern zitierte: Mein Opa ist 90 geworden, obwohl er stark geraucht (und gesoffen) hat, nicht repräsentativ. Vielleicht wäre er 100 geworden, wenn er gesund gelebt hätte.

Wir kommen gar nicht umhin, belastete Nahrung zu uns zu nehmen, selbst wenn wir Bio essen. Aber die Dosis macht eben das Gift. Als oberstes Glied der Nahrungskette werden bei Menschen schlecht abbaubare Substanzen (Gifte, Schwermetalle, Chemie) konzentriert und können zu Gesundheitsschäden führen. Deshalb esse ich Bio, um möglichst wenig davon zu akkumulieren. Ich gebe zu, ein besseres Gefühl dabei zu haben, zur Zeit ist das die einzige Alternative zum eigenen Gemüsegarten.

Ich möchte auch nicht die skandalösen Tierhaltungsmethoden und die immense Vernichtung von Nahrungsmitteln unterstützen, die bei konventionellen Lebensmitteln wohl ausgeprägter sind, als bei Bio (eine Bio-Gurke darf auch mal etwas krumm sein, ohne deshalb gleich aussortiert und weggeworfen zu werden).

Ich halte es aber auch für übertrieben, ein Bio-Shampo zu benutzen und Bio-Wein schmeckt mir sowieso nicht.

Bio-Wahn

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