Islam-Hetze in der Welt Online

Der Herr Reinhard Mohr hat es ernsthaft gewagt einen so sinnlosen und aufhetzenden Artikel zu verfassen, dass ich schon fast kotzen könnte- entschuldigt meine Direktheit.

Der Herr Mohr sieht den Islam als Ursache für den Terrorismus und fordert die Muslime dazu auf, gegen den Terrorismus zu protestieren. Nein, er fordert nicht, er unterstellt den Muslimen Passivität und Desinteresse, wenn es um Anschläge in den westlichen Ländern geht.

"Wo bleibt der Aufstand der Anständigen, hier und heute, der anständigen Muslime?" fragt er. Wieso melden Sie sich nicht nach jedem Anschlag zu Wort und entschuldigen sich dafür, dass wildfremde Menschen Anschläge verüben? Die Muslime sollen die Verantwortung für ihren Glauben bzw. die Taten die von anderen Muslimen verübt werden übernehmen? Sie sollen Reue zeigen und sich stets von dem radikalen Islamismus distanzieren? Ja, fordert Herr Mohr.

Gut, interessante Ansicht. Kehren wir die Sicht einmal um. Seit über 15 Jahren werden die Länder im Nahen Osten systematisch destabilisiert. Von wem? Dem Westen. Tagtäglich sterben Menschen in Afghanistan, im Irak, in Libyen oder in Syrien, teilweise durch den westlichen Einfluss, die westliche Waffe, den westlichen Soldaten. Hierbei handelt es sich nicht um "Terroristen" sondern meist um die Zivilbevölkerung.

Wo bleibt unsere Verantwortung? Wo bleibt der westliche Aufschrei? Wieso marschieren wir nicht Hand in Hand gegen den westlichen Einfluss in dem Nahen Osten? Solange wir die Opfer verursachen und keine Opfer sind, ist es in Ordnung oder wie soll man diesen Artikel verstehen?

Solch eine Blindheit oder (im schlimmsten Fall) Ignoranz der Realität gegenüber kann man doch nicht Journalismus nennen. Die deutschen Medien dämonisieren den Islam und die Muslime systematisch und hetzen das Volk langsam gegen eine Minderheit auf. Wohin soll diese Reise führen?

Islam

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article165237910/Doch-der-Terror-hat-mit-dem-Islam-zu-tun.html

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