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IT (2017)

Eindrücke vom Fantasy Filmfest 2017.

Wenn man zum Tippen am Phone nur einen Daumen hat, weil den anderen derzeit ein dickes, Buchstaben-undurchlässiges Pflaster ziert, dann zwingt die Drosselung des Schreibflusses zur Würze. Ich weiß aber nicht wer die schon wieder weggeschnupft hat, doch zum Glück ist ja noch Kürze da. Na gut. Dann halt weniger Worte.

Ganz schön "Goonies", der neue "IT". Zumindest die Zusammenstellung der jungen Heroen ist fast eins zu eins davon abgepaust. So gibt es hier zum Beispiel einen dicken Jungen und war es ferner bei den "Goonies" ein asiatisch aussehender Jungheld, ist es hier eben ein schwarzer, der die Ethnien-Quote erfüllt. Dann ist da Beverly, das hübsche Mädchen, wie damals Andy. Hüben wie drüben spielt eine Kussszene eine denkwürdige Rolle.

Jetzt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mich, obschon ich fast alle Kings und Bachmanns, die bis Anfang der 90er erschienen, verschlungen habe, an "IT" tatsächlich nie herangewagte. Mit Büchern, die ob ihres Umfangs eher an Würfel erinnern, stehe und stand ich schon immer auf Kriegsfuß. Rein haptisch gesehen mag ich solche Brocken einfach nicht gerne in die Hand nehmen. In drei Bände gehackt, kein Problem. Was bin ich froh, dass "Herr der Ringe" kein einziges Buch geworden ist! Und wahrscheinlich bin ich deswegen auch nicht religiös. Aber lassen wir das.

Da ich das Buch also nie gelesen habe, weiß ich natürlich nicht, inwiefern sich "Goonies" vielleicht bereits bei "IT" bedient hat, oder die Runde der Kids im neuen Film überhaupt daran angelehnt ist. Wie dem auch sei, als Haudrauf-Kirmesbude fand ich diese Verfilmung ziemlich proper und das Darsteller-Ensemble glänzte über weite Strecken. Zwar wird man recht hektisch durch diverse gegensätzliche Stimmungswelten geschleift, der Horror bricht verlässlich und regelmäßig über die Protagonisten herein, aber langweilig wird einem dabei nicht. Als ob sie alle in der Elm Street wohnen. Hier ist der Film auch am besten. Die Phantasmagorien sind aufwendig ersonnen und technisch cool gemacht. Bill Skarsgård als Pennywise ist ziemlich gut, wenn ihm auch ehrgeizige Spezialeffekte einiges an Überzeugungsarbeit abnehmen.

Und so rumpelt man 135 Minuten durch eine recht fesche Geisterbahn. Nicht viel Neues dabei, "Stand by me" und "Nightmare on Elm Street" lassen ebenfalls heftig grüßen, aber die Performance vor und hinter der Kamera adelt den Gebrauch altbekannter Versatzstücke dann doch. Ich hatte Spaß.

Bevor das Sequel kommt könnte ich das Buch eigentlich noch schnell lesen. Wobei schnell…. Aber immerhin habe ich jetzt so eine Krücke für haptisch Lesebehinderte namens eReader. Mal sehen.

So, der Daumen glüht, weil Kürze war auch schon alle.

Stephen King, Horrorfilm, Horrorliteratur

https://youtu.be/FnCdOQsX5kc