Jaber Albakr ist tot

Jaber Albakr ist tot. Ich will hier, da noch nichts genaues über die Umstände erklärt wurde, nicht auf die Ursache eingehen und auch, da ich selbst sehr skeptisch bin, nicht von Selbstmord sprechen. Darum spreche ich hier lediglich davon, dass Jaber Albakr tot ist. Er wurde, laut Berichten, tot in seiner Gefängiszelle aufgefunden.
Mir geht es in diesem Artikel lediglich darum zu erläutern, was ich von den Umständen seines Todes halte, nicht wie es hierzu gekommen ist. Dies ist kein Spekulationsartikel.
Ich habe die Nachricht von seinem Tod sehr positiv aufgenommen und zwar aus folgenden Gründen:
Wäre es zu einem Prozess gekommen, so hätte dieser sehr viel Zeit in Anspruch genommen und Zeit bedeutet in Justizkreisen auch sehr viel Geld. Die Presse hätte einen solchen Wirbel darum gemacht, dass es Albakr schon dadurch fast in den Märtyrerstatus katapultiert hätte. Viele Verehrer wären auf den Plan getreten mit Internetbotschaften und noch mehr Hass. Während des Prozesses hätte die Justiz keinerlei Erkenntnisse über etwaige Hintermänner, Drahtzieher oder zukünftige Anschlagsziele erhalten. Albakr hätte bis zum Schluss geschwiegen.
Nach einer Verurteilung hätte er im Gefängnis ein Leichtes gehabt Kontakte zu anderen Häftlingen, die von der gleichen Sache wie er selbst überzeugt sind, zu knüpfen. Dies hätte den Organisationsgrad der Attentäter erweitert. Zudem wäre der Mob seiner Verehrer über die Dauer der Haft noch weiter angewachsen.
Am Ende seiner Haftzeit, die aufgrund guter Führung verkürzt worden wäre, hätte man Albakr in sein Heimatland abgeschoben. Dort hätte er einige Jahre verbracht, um dann irgendwann unter einer anderen Identität nach Deutschland zurück zu reisen, um dann einen weiteren Anschlag zu planen, der aufgrund seines, über die Haftzeit entstandenen, Hasses gegenüber der westlichen Welt größere und schlimmere Folgen gehabt hätte, als der von der Justiz vereitelte.
Ich bin froh, dass die Justiz reagiert und den vermeintlichen Selbstmordattentäter Jaber Albakr festgenommen und damit einen Anschlag verhindert hat. Und ich bin froh, dass Jaber Albakr nicht mehr am Leben ist. Dies hat unser aller Geld und was noch viel wichtiger ist, unser aller Nerven gespart. Und auf lange Sicht einen schlimmeren Anschlag verhindert - das Wichtigste überhaupt. Die nächsten Wochen werden wir immer wieder vom Versagen der Leipziger JVA hören und bald auch den Namen des "Bauernopfers" erfahren. Da müssen wir nun einmal durch und die Presse benötigt schließlich Stoff für ihre Blätter. Irgendein Verantwortlicher wird seinen Hut nehmen und dann ist die Sache vergessen. Es wird uns langwierig und langweilig vorkommen, ist aber unterm Strich ein kürzerer Prozess, viel kürzer sogar, als würde Albakr noch am Leben und in Gewahrsam sein. Schade um das "Bauernopfer". Aber besser ein solches, als viele Todesopfer.
Dieser Artikel ist frei von Spekulation - bis dahin, denn eine kleine Spekulation möchte ich mir dann doch nicht nehmen lassen. Das "Bauernopfer" heißt Heinrich.

Jaber Albakr, Suizid, Terrorist

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