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kognitive Dissonanz

Es gibt Begriffe, die einen irgendwie verfolgen. Auf der einen Seite ist das bei mir die schon besprochene Prokrastination, die als Fremdwort mittlerweile immer bekannter wird.
Andererseits ist das die von mir geradezu geliebte kognitive Dissonanz. Als solche wird ein Zustand bezeichnet, in dem sich verschiedene Bereiche deines Gehirns miteinander streiten: Du hast eine Entscheidung getroffen oder dich irgendwie verhalten, aber diese Sache spricht entweder ganz gegen deine sonstige Einstellung, gegen deine Moral, deine Emotionen oder stellt sich schlichtweg als falsch heraus.
Menschen, die mit der kognitiven Dissonanz schwer umgehen können, suchen sich zum Beispiel sogenannte "Post-Kauf-Bestätigungen". Ich kenne Leute, die verbringen Tage damit, die Rezensionen ihres gerade gekauften Buchs zu lesen, anstatt sich endlich dem Buch selbst zu widmen. Sie wollen bestätigt werden, dass sie das richtige Buch gekauft haben.

Ich persönlich mag den Begriff nicht etwa deshalb so sehr, weil ich diesen Zustand gerne mag, im Gegenteil: Er ist unerträglich. Ich hasse es, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben oder mich entgegen meiner sonstigen Einstellung und Moral verhalten zu haben. Ich kann es kaum aushalten, dass ich ein Zweitstudium begonnen habe, das ich nie abgeschlossen habe. Ich finde es unheimlich peinlich, dass ich mal völlig überzeugt war, das zu schaffen und es dann nicht hinbekomme.
Aber bisher fehlte mir der Begriff dazu. Nun kann ich endlich googeln und versinken in einer neuen Welt, die sich mir eröffnet.

kognitive Dissonanz