Liebe Arzthelferinnen, geht's nicht auch mal etwas freundlicher?

Ich möchte mir heute mal über ein Thema Luft machen, ohne jemanden persönlich angreifen zu wollen. Pauschalisieren kann man meine Kritik auch nicht, denn es gibt immer lobenswerte Ausnahmen. Aber mir fällt immer wieder negativ auf, wie man – vor allem am Telefon – teilweise von Arzthelferinnen behandelt wird, wenn man nach einem Termin fragt. Ich meine jetzt nicht unbedingt einen Termin für eine Routineuntersuchung, sondern vor allem in einem akuten Fall. Dass die Ärzte teilweise über Wochen hinweg ausgebucht sind, ist mir natürlich auch bewusst, wenn ich anrufe mit fast 40 Grad Fieber und nach einem Termin bettle. Es ist also nicht die Auskunft an sich, also dass es schweirig ist, einen Termin so spontan zu bekommen, die mich stört, sondern die Art und Weise, wie sie vermittelt wird. Oft von oben herab und total genervt, weil man es überhaupt wagt, mit seiner plötzlichen Krankheit die normalen Abläufe zu stören und die Arzthelferin zu belästigen. Es fängt schon mit dem genervten Ton an, und wer sagt überhaupt, dass es verboten ist, als Arzthelferin auch mal freundlich zu lächeln (hört man auch am Telefon!!) oder gar eine gute Besserung, alles Gute oder was auch immer zu wünschen? Für mich als Verkäuferin im Einzelhandel ist Freundlichkeit, und auch eben solche Gesten, eine Selbstverständlichkeit, die auch von den Kunden sowie Chefs erwartet wird. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich auch meine Laune deutlich bessert, wenn ich freundlich und einfühlsam mit den Kunden umgehe, zumal ja dann auch positives Feedback kommt, und wenn es nur ein Lächeln auf einem zuvor mürrischen Gesicht ist. Bei Patienten, die ja kranke Menschen sind, wäre das meiner Ansicht nach noch viel mehr angebracht als bei Einkäufern. Kleine Gesten der Freundlichkeit können da sehr viel bringen – für beide Seiten! – um die Stimmung zu verbessern. Man bricht sich ja auch wirklich keinen Zacken aus der Krone.

Freundlichkeit, Arztbesuch