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Songs wie Sand am Meer, oder: Song 2017?

Fragt man mich nach meinem Song 2017, dann kann ich nur antworten: Es gibt ihn nicht.

Heißt das jetzt, dass ich keine Musik höre, vielleicht ein Musikverächter bin? Nein, überhaupt nicht. 2017 war ein überaus spannendes musikalisches Jahr, ich habe viele neue Bands kennengelernt, dementsprechend auch viele neue Songs. Viele davon haben mich extrem berührt, aber es gibt eben nicht den einen Song, der mich über das ganze Jahr getragen, oder den ich jetzt mit einem ganz besonderen Ereignis in Verbindung bringen könnte. Daher kann ich nur sagen: Nein, ich habe keinen Song 2017. Ich wüsste auch nicht, dass ich einen Song 2016 oder 2015 oder für irgendein anderes Jahr in meinem Leben gehabt hätte
(außer vielleicht 1997 und 1999, aber egal. Das waren auch eher Alben und nicht einzelne Songs).

Das Gleiche kann ich zu Songs sagen, die ich nicht mag. Denn die ignoriere ich mittlerweile so gut es geht und ich rege mich nicht mehr drüber auf, wie ich das rebellischer Teenager gemacht habe. Natürlich gibt es Musik, die ich nicht mag und nicht hören will. Schlechte Songs gibt es wie Sand am Meer, nur das die schlechten Songs im Unterschied zum Sand mit der Zeit nicht weniger, sondern immer mehr werden.

Wozu also Energie verschwenden und sich darüber aufregen? In Zeiten des Internets gibt es ja wunderbare Möglichkeiten, jenem Schrott, den man nicht mag, aus dem Weg zugehen. Man klickt einfach weiter. Die meisten Privatsender, ob Radio oder Fernsehen, können mir mittlerweile komplett gestohlen bleiben, ebenso die Popwellen unter den öffentlich-rechtlichen Radiosendern. Spotify und Youtube sei Dank!

Ich könnte nicht einmal allgemein einen Lieblingssong nennen. Früher ja, aber inzwischen wechseln die so häufig, dass es sich nicht lohnt, ein bestimmtes Lied heraus zu picken und zu sagen: Das ist mein Lieblingssong. Am ehesten ließe sich vielleicht ein Cluster (tolles modernes Wort) von Songs zusammenfassen, die immer wieder ganz vorne mit dabei sind, aber das wäre dann schon wieder zu komplex für einen kurzen und griffigen Comment. Außerdem ist auch dieser Cluster ein diffuses und dynamisches Gebilde. Songs kommen und gehen, wenige bleiben. Der Cluster ist eher eine zerfaserte Cloud (noch so ein Modewort, man bin ich gut) mit fluiden Grenzen.

Falls jetzt jemand hofft, er bekommt noch einen Song 2017 von mir zu hören: Nein, den gibt es nicht und wird es auch nicht geben.

Hmm, evtl…

Nein!!!

Meinetwegen nenne ich die Alben, die ich oben erwähnt hatte:

Mein Album 1997: „Xnay on the Hombre „von „The Offspring“ (Mein Einstieg in den Punkrock mit zarten dreizehn Jahren)

Mein Album 1999: „Cruelty and the Beast“ von „Cradle of Filth“ (Mein Einstieg in den extremen Metal)

Also gut, es gibt auch einen Song 1999: „From the Cradle to Enslave“, ebenfalls von „Cradle of Filth“.


Sehr wohl könnte ich über einen Film 2017 schreiben. Aber das gibt dann einen eigenen Comment.

Mein Song 2017