Sorry - but it's all about the clown.

Coulrophobie, so nennt man die pathologische Angst vor Clowns. Dass dieser Begriff überhaupt existiert, daran hat ein gewisser, von Stephen King erdachter Horrorclown namens Pennywise wohl keinen geringen Anteil. In der 1990er-Verfilmung des Gruselklassikers wurde der rotnasige Kinderschreck dank Tim Curry zur Ikone. Und obwohl „Es“ 2017 tatsächlich der bessere Film ist – an den original Pennywise kommt die Darstellung von Bill Skarsgård nicht heran.

So übel ist der Neue zwar nicht, insgesamt aber ein bisschen überpräsent und auch zu hektisch animiert, um für meinen Geschmack wirklich unheimlich zu sein. Überhaupt ist das ganze Spektakel hin und wieder ein bisschen zu schnell, zu laut, zu kalkuliert, zu viel von allem. Aber kein Grund zur Enttäuschung.

Ansonsten überzeugt das heiß ersehnte Remake nämlich mit solider Spannung und todschicker Retroatmosphäre, die ganz lässig auf dem „Stranger Things“-Hype mitsurft – inklusive Mike-Darsteller Finn Wolfhard. Der aparte Youngster ist in einer Rolle zu sehen, die in den hier zitatreich abgefeierten 80ern wahrscheinlich von (yay!) Corey Feldman gespielt worden wäre. Auf einen Gastauftritt des Kult-Drogenopfers im für 2019 geplanten Teil 2 hoffe ich womöglich als Einzige - passend wär's in jedem Fall, Stichwort "Goonies", "Stand By Me" und so.

Aber zurück zu "Es" 2017. Innovatives Horrorkino? Nö. Aber auf jeden Fall ein nettes Popcorn-Intermezzo, bevor im Oktober endlich die neue „Stranger Things“-Season losgeht.

Es