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The Beastmaster (1982)

Hat es mich doch noch auf das "KARACHO Filmfest" in Nürnberg verschlagen, um wenigstens zwei Klassiker des 80er-Kinos mitzunehmen. Den "Söldner" vom Glickenhaus gibt es in 'ner guten Stunde. Eine Nudelbox vorher bin ich endlich Zeuge von Don Coscarellis Frühwerk "The Beastmaster" geworden, den er nach seinem entzückenden "Phantasm" auf die Menschheit los ließ. Leider in Konkurrenz stehend zu "Conan - Der Barbar" seinerzeit, hinter dem er restlos verschwand. Die beiden zu vergleichen wäre auch Äpfel mit Rosinen vergleichen, aber schlecht ist "The Beastmaster" nicht. Kindisch ja. Aber charmant. Nicht selten billig, okay. Jedoch genauso oft auch stimmig und schön. Die Musik, die hie und da tüchtig aus dem George Lucas-Universum zusammengeklaubt wurde (oder war mein Bier schlecht?), kittet das Spektakel zu einem Film, der, wenn man ihm eine Chance gibt, funktioniert.

Anfangs noch skeptisch einen Mann in einem Bärenkostüm bestaunend, der kein verkleideter Krieger sein sollte, sondern genau das, ein Bär, und zwar ein echter, verlor ich mich dann doch angenehm in dieser barbarischen Wundertüte. Nette Einfälle gibt es am laufenden Meter. Die Darsteller sind, wenn auch nicht nah am Oscar gebaut, sympathisch und die Biester, mit denen unser Muskelheld in mentaler und freundschaftlicher Verbindung steht, putzig. Oder cool. Darunter ein Panther! Sogar waschecht.

Coscarelli war mit Herzblut und Ernst dabei, das merkt man. Das ergibt nicht zwangsläufig ein Meisterwerk, aber wenn die Haltung stimmt, stehen die Chancen nicht zu schlecht, dass das, was dabei herauskommt, wenigstens in sich stimmt und damit gut ist. Auf seine Art.

Ein wenig wirkte der Film schon wie der Phantasie eines Kindes entsprungen, das vom Kartenabreißer vor die Tür gesetzt, sich vor dem Kino mit den Aushangfotos von "Conan" begnügen muss und anhand diesen seinen eigenen Barbaren-Klopper auf dem Heimweg zusammenspinnt. Wahrscheinlich ist es auch genau das, was den "Beastmaster" angenehm goutierbar macht. Es ist eigentlich ein Fantasyfilm für Kids, von einem damals talentierten 28-jährigen "Kind", das noch nicht ganz wusste, wie das für Erwachsene geht. Macht ja nichts. Man muss nicht jeden Film mit Erwachsenenaugen sehen, oder? Eigentlich sollte man grundsätzlich keinen Film mit Erwachsenenaugen sehen. Vernunft hat in den Künsten wenig zu suchen. Amen.

Fantasy, Barbaren, Don Coscarelli, Phantasm, Conan

https://youtu.be/f7h7frRoAPk