Twitter, bitte schaff dich nicht ab.

Bevor wir zum Fußball kommen, hier ein kleines Gedankenspiel verbunden mit einem Appell an die Verantwortlichen des großartigen Netzwerks mit dem blauen Vogel:

Twitter, dein Konzept war so einfach wie genial. So klar, einfach, frei und ungefiltert. Lange hast du dich nicht getraut, dich zu verändern. Vielleicht zu recht.
Doch Innovation muss sein. Und Geldverdienen ja auch. So wie die anderen Großen. Algorithmen und Filter müssen her. Ihr müsst wissen was der Leser will bevor er es selbst weiß. Am liebsten liest er eh nur das, von dem er schon überzeugt ist. Unbegrenzt viel schreiben, das müsste er auch können. So wie bei den anderen. 10000 Zeichen zumindest. Oder vielleicht doch nicht. Eigentlich war die Idee mal anders. Das lasst Ihr doch lieber sein.
Aber die Site, ja die braucht einen Re… naja… fresh. Die App auch. Keine neuen Funktionen oder so. Nur Facelifting. Rund ist jetzt alles. Und die Buttons halt woanders. Versteckt. Da gewöhnt man sich dran. Dann braucht es halt 4 „taps“ länger zum eigenen Profil. Das braucht ja auch keiner, oder? Timelines, die sind doch wichtig. Und Mitteilungen. Dem und dem gefällt ein Foto von der und der. Das wird uns sogar gepusht, soso. Wir kennen weder den und den noch die und die... Wir scheinbar mal gefolgt. Dass uns das genau jetzt interessiert, weiß Twitter wohl besser als wir…

Twitter, Du bist gut so wie Du bist. So herrlich direkt und durcheinander. Warum haderst du so sehr mit dir selbst? Warum willst du genau so langweilig sein wie die anderen? Twitter, bitte schaff Dich nicht ab. Wir brauchen dich!

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