wer sagt uns, was wir brauchen?

richtig, sarah. kein mensch braucht snapchat. aber was das konsumverhalten angeht, stellt sich diese frage in der sog. westichen welt ja auch gar nicht. als natürliche entitäten brauchen wir im wesentlichen nahrung, kleidung, bewegung, schlaf und vielleicht noch etwas zwischenmenschlichkeit - worüber sich auch schon streiten lässt.

keiner BRAUCHT facebook, keiner BRAUCHT instagram, keiner BRAUCHT eine auswahl von 500 sorten wurst im kühlregal von aldi. da all das aber nun mal da ist (??), wird es eben unhinterfragt konsumiert. allein schon, weil es alle machen. das angebot regelt die nachfrage, gesellschaftliche zwänge und wirtschaftliche interessen definieren das, was wir zu brauchen glauben. können wir nicht mehr selbst entscheiden, was wir brauchen und vor allem, was wir nicht brauchen?

der überfluss ist teil des problems. der überfluss des angebots, der überfluss der mittel. wenn am ende des monats nur noch 10 euro auf dem konto sind, ist es leicht, zu entscheiden, was wir wirklich brauchen. derartige erfahrungen will man jedoch nicht machen, da in unserem kulturkreis persönliche freiheit mit unbegrenzter konsumfähigkeit gleichgesetzt wird. ein konzept, das vielleicht auch mal zu überdenken wäre.

Snapchat, Konsumverhalten

http://meedia.de/2016/05/12/der-reiz-des-vergaenglichen-wieso-snapchat-der-jugend-trend-der-stunde-ist/

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