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whicee auf den Weisheitsschnabel fühlen

Ich bin gestern nachmittag via twitter von einer Mitarbeiter*in von whicee zu diesem Netzwerk eingeladen worden und habe mich dann später subscribiert. Dazu musste ich mich durch die Anmeldeformalitäten zwängen und beschreibe hier kurz, was ich für Probleme damit hatte:

Ich habe bei "Geschlecht" "Anderes" markiert, weil ich denke, dass es falsch ist, sich 1. nur am biologischen Geschlecht zu orientieren und 2. die Gendernormierung, -zurichtung und das dualistische Heteroweltbild negiert werden sollte. Wenn ich schreibe benutze ich meistens zwar die femininen Endungen, setze aber ein Sternchen dazwischen. Dieses Sternchen ist ein Platzhalter für die Wahl des Geschlechtes und - wie es z.B. in Spanien gepflegt wird - ein Küsschen, denn im Geschlecht und dessen Geheimnis steckt immer auch Erotik. Insofern herzlichen Dank für die 3. Wahl: "Sonstiges". Das war weise und "die Eule der Minerva" öffnet beide Augen und schaut zufrieden auf das, was noch folgt.

Nun bin ich also gerade frische whicee-Nutzer*in geworden und merke, dass ich zum Thema Geschlecht/Gender gern auch mal wieder einen längeren Beitrag schreiben würde und das sicher auch bald tun werde.

Ich lebe in Berlin und beschäftige mich am liebsten mit Kindern. Allerdings fehlt dies - die Kindheit - in den Interessenrubriken. Nun könnte mensch Kindheit unter "Erziehungswissenschaften" packen und auch Entwicklungspsychologie als Wissenschaft begreifen, passt aber trotzdem nicht unter "Kultur&Wissenschaft", denn es gibt ja auch eine Kulturwissenschaft bzw. die Wissenschaft von der Ästhetik etc...und als Wissenschaftler*in müsste mensch sogar davon sprechen, dass die Kultur schon lange durch die "Kulturindustrie" ersetzt wurde, wie es T.W. Adorno gemacht hat.

Doch zurück zur Kindheit: Ich halte sie für wichtiger als z.B. Wirtschaft. Und auch Wirtschaft könnte mensch unter "Wissenschaften" subsummieren, da es bekanntlich die "Wirtschaftswissenschaft" gibt. Also wenn ich von mir oder über mich sprechen soll, dann müsste die Kindheit eine Rolle spielen, da es mich ohne diese nicht geben würde. Und die Kindheit der Menschheit liegt in Afrika.

Mit scheint whicee noch im Aufbau zu sein. Ich warte jetzt mal ab und werde später über mich etwas schreiben, wenn es dazu hier dafür eine spezifische Rubrik geben wird.

Noch schlimmer ist es übrigens, dass es keinerlei weibliche Endungen gibt, weshalb keine der Selbstdefinitions-Kategorien auf mich zutrifft und ich "Sonstiges" gewählt habe. Für mich scheint es demgemäß also noch kein Platz in diesem Netzwerk zu geben; für mich als Patriarchatskritiker*in oder kritische Gesellschaftswissenschaftler*in.

Und hier noch kurz ich will auf keinen Fall einen Kleinkrieg gegen Männer hier beginnen, sondern eher beschreiben, dass wir viele(s) sind: Natur- und Gesellschaftswesen mit einer schillernden Psyche oder Seele, in der sowohl männliches wie auch weibliches integriert sind. Selbst in unserem Körper haben wir sowohl weibliche wie auch männliche Hormone. Nicht nur das, sofern wir hier doch noch einmal die Biologie in's Spiel bringen wollen: Das Y-Chromosom hat sich aus dem X-Chromosom entwickelt. Die Entstehung der lebendigen Materie war also zunächst weiblich und wir alle sind hoch entwickelte, lebendige Materie mit einem Genom, dass die Evolution gespeichert hat und die jeder Mensch in sich trägt.

Insofern wäre es gut, wenn wir uns einer Transheterosexualität zuwenden, die nicht nur die Zwangsheterosexualität und deren patriarchalen Charakter aufhebt, sonder außerdem jedem menschlichen Individuum eine weit gefächerte Gestaltungsmöglichkeit an liebevollen erotischen und sozialen Beziehungen gestattet. Und dies impliziert, dass die Gesellschaft liebevoller, erotischer und sozialer und die "emotionale Pest" (Wilhelm Reich in "Massenpsychologie des Faschismus) überwunden werden muss.

Für, die gern lesen und - wie ich auch übrigens - die Rubrik/Kategorie "Psychologie/Psychoanalyse" vermissen noch ein Buchtipp: Arno Gruen, "Dem Leben entfremdet".

Gender